Rosenberger Kolping-Theatergruppe präsentiert: Männer haben es auch nicht leicht“
Alle landen unter der Haube

Kultur
Sulzbach-Rosenberg
05.04.2016
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Männer haben ein Bier- oder auch Bockbier-Gen, das ihnen stets Durst bereitet. Frauen besitzen keine solche Erbanlage und trinken deshalb auch nicht: "Endlich ein Stück, das aus meinem Leben spielt", freut sich der Rosenberger Kolping-Vorsitzende Thomas Gebhardt.

Auf der Bühne des Kettelerhauses präsentierte die Kolping-Theatergruppe am Wochenende die ersten Aufführungen von "Männer haben es auch nicht leicht". Das Spiel schildert, wie eine Schwester versucht, den Bruder aus seinem Chaos auf den rechten Pfad der Tugend zu führen. So hat sie es der verstorbenen Mutter versprochen. Derweil versuchen aber auch zwei Freunde, den Rudl (Hannes Lindner) unter die Haube zu bringen.

Er führt ein Leben wie im Paradies: Bier in Hülle und Fülle, reichlich Stadtwurst und Schlafen bis Mittag. Dass da keine Zeit fürs Aufräumen bleibt, nimmt er billigend in Kauf. Seine Schwester Apollonia (Michaela Hüttner) mag das nicht hinnehmen. Immer vor Feiertagen taucht sie auf, staucht den Bruder zusammen, lüftet und bringt sein Leben mit Eimer und Putzlappen aus den Fugen.

Umwerfender Charme


Hilfe erwartet sich der Rudl von seinen Freunden. Willi (Andreas Royer) sichert mit Reimen wie "Ich wünsche Guten Morgen, ohne Kummer und Sorgen" moralische Unterstützung zu, und Georg (Sepp Lösch) hat immer die nötige Anzahl an vollen Bierflaschen dabei. Dazu kommt als weiterer Beistand der Schwerenöter Gustav (Christoph Paulus), der über einen umwerfenden Charme verfügt. Selbst die Loni, die sonst nur ans Putzen denkt, himmelt ihn an.

Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Greta (Rita Ludwig) und Gunda (Nicole Götz) halten wenig bis nichts von der These, dass Männer von Geburt an ein Bier-Gen haben, dass immer sagt: "Trink es, trink es". Dann taucht auch Irene (Katha Lindner) auf, die das Problem hat, dass sie Männer mag, die sie nicht kriegt - und umgekehrt.

In die Diskussion über das bevorstehende Heimatfest mischt sich Vinzenz (Benjamin Neidel), der Besitzer eines Trachtenmodegeschäfts, ein. Er kommt mit seiner Nichte Charlotte (Marina Thurner). Von einer Misswahl über Kuhdreck-Roulette zu Schlammcatchen wird alles mögliche in Betracht gezogen und wieder verworfen. Übrig bleibt eine Trachtenmodeschau.

Schluss mit Stadtwurst


Im zweiten Akt erkennen die Theaterbesucher die Stube vom Rudl nicht wieder. Die Loni hat nicht nur Klarschiff gemacht, sondern ihrem Bruder auch eine ausgewogene Nahrung mit Müsli und Kräutertee verordnet. Nichts mehr ist mit Stadtwurst und Bier. Während es ihm immer schlechter geht, sinnen seine Freunde über einen Ausweg nach. Der Versuch, den Rudl zu verkuppeln, scheitert.

Das hindert Willi und Georg nicht, sich etwas neues auszudenken. Was, wird nicht verraten. Nur so viel: Auch wenn manche Männer glauben, dass sie ihrem Schicksal entfliehen können - sie landen trotzdem unter der Haube, vermittelt der dritte Akt. Apollonia sagt es so: "Wieso könnt ihr Männer nicht verstehen, dass wir Frauen wissen, was für euch gut ist?"
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