Stadtmeisterschaft im Fingerhakeln startet.
Ganz rustikal zum Ehrenpreis

Thomas "Jimmy" Gebhardt (Mitte) hält die Kontrahenten noch auf Distanz. In absoluter Schräglage versuchen die Fingerhakler mit vollem Einsatz den Gegner über den Tisch zu ziehen. Bild: Royer
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
11.02.2016
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Wenn das letzte Konfetti-Fitzerl zu Boden gesunken ist und die Hurra-Tüten endgültig Feierabend haben, dann bricht sie los, die Zeit der Frühjahrskuren mit starkem Bier. In der Herzogstadt traditionell verbunden mit der Stadtmeisterschaft im Fingerhakeln. Acht Chancen bieten sich und die Vorbereitungen laufen.

In den vergangenen Jahren erlebten die Bockbierfeste in der Region einen regelrechten Boom. Die Vorliebe für gehaltvolle Gerstensäfte und rustikale Schmankerln als Begleitung ist aber nur eine Seite der Medaille. Als ideale Begleitung der Starkbier-Events hat sich die nun schon zum siebten Mal über die Bühne gehende Stadtmeisterschaft im Fingerhakeln etabliert. Der Startschuss fällt am Samstag, 13. Februar, im Brauereigasthof Sperber. Alle organisatorischen Fäden laufen in den Händen von Thomas "Jimmy" Gebhardt zusammen. Er wird unterstützt von den Kolping-Haklern aus Rosenberg, die bei verschiedenen Veranstaltungen den korrekten Ablauf der einzelnen Vorläufe überwachen. Es ist zwar stets für eine Menge Gaudi gesorgt, aber die Fairness steht bei den teils sehr intensiv ausgetragenen Begegnungen im Vordergrund.

Gute Chancen


Aus Gründen der Fairness gehen aber die "Profi-Hakler" bei der Stadtmeisterschaft nicht mehr an den Start. Deshalb eröffnen sich auch für Laien jeweils sehr gute Chancen, die entsprechenden Trophäen der Veranstalter mit nach Hause zu nehmen.

Entscheidendes Finale


Der Modus besagt, dass sich die Sieger der Vorläufe bei den einzelnen Starkbierfeierlichkeiten am "Tag des Bieres", 23. April, zum alles entscheidenden Finale treffen. Für die drei Erstplatzierten sind 30, 20 und 10 Liter Gerstensaft ausgelobt. Der Gesamtsieger erhält dazu von Bürgermeister Michael Göth einen Ehrenpreis der Stadt Sulzbach-Rosenberg.

Sogar nach Illschwang und ins Birgland hat die Fingerhakel-Szene ihre Fühler ausgestreckt. Spektakuläre Wettkämpfe in Ritzenfeld und Frechetsfeld unterstreichen den Boom.

Termine und LokaleBockbierfeste: Brauereigasthof Sperber am Samstag, 13. Februar; Hotel-Gasthof Zum Bartl am Samstag, 20. Februar; Kettelerhaus Rosenberg am Samstag, 27. Februar; Zum Wulfen Kauerhof am Freitag, 4. März; Feuerwehrhaus Sulzbach am Samstag, 5. März; SV Loderhof-Sportheim und Sieben Quellen Breitenbrunn am Freitag, 11. März, sowie Schützenheim Eichelberg am Samstag, 12. März. (oy)


Vier Fragen an den OrganisatorSRZ: Wie viele Chancen bieten sich den Fingerhaklern?

Thomas Gebhardt: Insgesamt acht Bockbierfeste bieten den Hakel-Freunden in diesem Jahr Gelegenheit, ihr Können an den Tischen zu beweisen. Es wäre schön, wenn sich immer acht Männer für die einzelnen Durchgänge melden würden.

Gibt es heuer Änderungen?

Gebhardt: Nein, der Wettkampfmodus hat sich stets bewährt. Die einzelnen Paarungen werden mit Schafkopfkarten also dem Deutschen Blatt ausgelost. Ober zu Ober, Unter zu Unter usw.

Stimmen auch die "äußeren" Hakel-Bedingungen?

Gebhardt: Ja, seit Jahren wird an Wettkampf-Tischen gezogen, die nach den Regeln des Bayerischen Fingerhakel-Verbandes angefertigt wurden.

Können Sie Tipps für eine erfolgreiche Teilnahme geben?

Gebhardt: Eigentlich nicht, denn es hat sich gezeigt, dass nicht automatisch die großen und kräftigen Kerle triumphieren. Technik und Taktik haben auch bei vermeintlich schwächeren Teilnehmern schon oft Erfolge gebracht. (oy)
1 Kommentar
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Siegfried Felner aus Berching | 02.03.2016 | 15:58  
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