Starkbierfest der Kolpingsfamilie Rosenberg
Null Bock auf Hautabzieher

Bruder Barnabas legte vor stattlichem Bockbier-Publikum viel Wert auf eine große Portion Lokalkolorit.
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
29.02.2016
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Der entscheidende Moment: Pascal Fischer (links) zieht im Finale Werner Ertel über den Hakel-Tisch. Kampfrichter und zugleich Kolping-Vorsitzender Thomas "Jimmy" sorgte für reguläre Auseinandersetzungen. Bilder: Royer (2)

Wenn auch immer wieder die Rede darauf kommt, dass die gute, alte Zeit der großen Starkbierfeste vorbei sei, so wurde man als Beobachter am Samstag eines Besseren belehrt. Rund 200 Gäste genossen im Kettelerhaus eine Frühjahrskur mit vielen Anwendungen. Bockbier, Fingerhakeln und die Aussicht auf viele Gewinne bildeten ein tragfähiges Gerüst zum Vergnügen.

Was hat das altehrwürdige Pfarrzentrum der Gemeinde Herz Jesu Rosenberg nicht schon alles erlebt? Bockbierfeste waren dabei immer ein fester Bestandteil mit maximalem Vergnügungsfaktor. Die Kolpingsfamilie war es auch, die als Ausrichter mit dem Fingerhakeln eine neue Disziplin ins Spiel brachte, die sich mittlerweile zur Sulzbach-Rosenberger Stadtmeisterschaft ausgewachsen hat. Doch es dreht sich nicht alles ums Fingerhakeln, die Kolpingsfamilie steht gleichzeitig für beste Versorgung mit einem vielgerühmten Schmankerlbüfett aus traditionellen Speisen, die perfekt zum gehaltvollen Gerstensaft passen. Ein guter Starter also zum "Rosenberger Nockherberg", wie weiland der legendäre Rathauschef Hans Göth bei seinen Besuchen stets bemerkte. Fehlen durfte natürlich traditionsgemäß nach der durch Brandschaden verursachten einjährigen Pause auch Bruder Barnabas alias Thomas "Jimmy" Gebhardt nicht, der in der Mönchskutte seine Finger in lokalpolitische Wunden legte (siehe Zitate). Aber er blieb stets fair, zeigte sich als interessierter Beobachter und brachte seine Spitzen genau auf den Punkt. Viele Lacher und starker Beifall quittierten die Marschroute des Paulanerpaters. Neben den ausgeteilten Nettigkeiten sorgte ein weiterer Vorkampf zur 7. Stadtmeisterschaft im Fingerhakeln für Aufsehen. Acht wackere Streiter stellten sich der Herausforderung, die am original Hakel-Tisch mit vollem Krafteinsatz ausgetragen wurde. Nach verbissenen Partien und etlichen Hautabziehern durften sich der Reihe nach Pascal Fischer, Werner Ertel und Markus Luber über nahrhafte Preise freuen.

Viele Gewinner


Die an Höhepunkten sicher nicht arme Veranstaltung glänzte zu etwas vorgerückter Stunde noch mit einer Tombola, die viele attraktive Preise als Trophäen hatte. Schnell waren alle Lose unters Volk gebracht und ebenso die Gewinne, die vom Blumenstock über Prosecco bis hin zum guten Buch reichten.

Doch über allem standen die Bockbiere der Brauerei Fuchsbeck, deren erstes Fass Bürgermeister Michael Göth mit wenigen Schlägen anzapfte. Bräu Armin Ertel freute sich über die große Nachfrage beim Publikum und versicherte, dass der Vorrat so schnell nicht zu Ende gehen werde. (Zitate)

ZitateIn Amberg habens ein Freudenhaus abgerissen, und hier habens ein Haus der Freude wieder hergerichtet.

Die Ammerthaler und die Amberger, die streiten, welches Wasser besser ist. Wir haben da ein ganz anderes Luxusproblem: Wir streiten, ob Fuchsbeck oder Sperber besser ist!

Ein Sulzbach-Rosenberger Gewerkschafter ist wegen eines Herzleidens zum Doktor gegangen. Nach der Untersuchung wurde festgestellt, dass er eine neue Herzklappe braucht. Im Angebot stand eine rote und eine schwarze Ausführung. Der Gewerkschaftler entschied sich für die rote Variante. Nach der OP fragte der Patient nach dem Unterschied der beiden Implantate, worauf der Arzt sagte, dass die rote Klappe nur 35 Stunden arbeitet.

Unser Bürgermeister hat ja jetzt ein neues Hobby. Ja, er spielt jetzt Reality Monopoly. Den Storg hat er gekauft, die Waage und auch noch den Bahnhof. Und wenn man einen Bahnhof besitzt, dann hat man auch schon bald die Schlossallee.

Anscheinend haben die FWU-ler Angst, ihnen könnte der Saft ausgehen: Sie setzen sich für mehr Ladestationen in der Stadt ein. Der Ehm-Peter lädt beim Bartl nach und der Stubenvoll beim Sperber.

Im Jubiläumsjahr des Reinheitsgebotes wurde im Bier Glyphosat gefunden. Das Lagerhaus Kopp hat sich deshalb sofort mit Jever, Hasseröder und Warsteiner eingedeckt, mit denen man jetzt schon für 12 Euro sein Unkraut im Garten bekämpfen kann. Und wenn's nicht hilft, kann man es auch noch trinken. (oy)
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