"TrioLogie" im Wirtshaus in Breitenbrunn
Unglaubliche Trommel-Show

Was man mit musikalischem Können und mit Kreativität aus allen möglichen und unmöglichen Instrumenten zaubern kann, zeigten Uli Wießnet, Gerald Ludwig und Andi Stöcker (von links) am Freitag als "TrioLogie" im Wirtshaus "Zu den sieben Quellen" in Breitenbrunn. Bild: Bleisteiner
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
30.12.2014
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Leitern, Töpfe, Stöcke, Eimer und ein seltsamer Einkaufswagen - was auf den ersten Blick niemals nach Musik, sondern eher wie ein "rechter Verhau" auf der Bühne aussieht, macht später doch Sinn. Welchen, das zeigten drei Musiker auf fulminante Art und Weise am Montag in Breitenbrunn.

Kaum Parkmöglichkeiten draußen und innen ein volles Wirtshaus: Die drei Herren in elegant-schwarzen Anzügen haben sich einen sehr guten Ruf erarbeitet, spielen mittlerweile zu Recht vor großem Publikum. "Triologie" nennt sich das Ensemble aus der "Keimzelle für gute Musiker", dem Musik- und Kulturzentrum "MuK", der Rosenberger Musikschule.

Alle Rhythmen

Der Gedanke, der hinter "Triologie" steckt, leuchtet den Leuten nach wenigen Takten schnell ein. Ausgetüftelte Drum- und Percussionelemente werden mit einem erdigen Bass verknüpft. Das Trio spielt nahezu alle Rhythmen. Latin-Grooves wechseln sich mit Jazz und Rock ab, dazu gibt es kurz den Zwiefachen - teilweise noch im selben Lied.

Zum Einsatz kommen irrwitzige Instrumente, wie eben die erwähnten Eimer oder Leitern. Getrommelt wird mitten im Publikum und bei manchen Stücken werden die Gäste frech mit einbezogen. "Interaktion" nennt "TrioLogie" das dann; man könnte aber auch sagen: Wow! Was für eine phänomenal gute Show.

Der Kopf der Gruppe ist MuK-Chef Gerald Ludwig, Diplom-Schlagzeuger und Vollprofi seines Fachs. Ob am Vibra- oder am Marimbaphon, bei Ludwig laufen die Fäden zusammen. Seine Erfahrung als Tonstudio-Leiter und die Routine aus unzähligen Auftritten mit verschiedensten Bands merkt man einfach. Nebenbei gibt er den witzigen und charmanten Moderator des Konzertabends. Zu Hochform laufen auch seine beiden Mitstreiter auf. Uli Wießnet ist sozusagen das "Schweizer Multifunktionswerkzeug" der Band. Ausgestattet mit unglaublicher Bühnenpräsenz ist sein Spiel an den Drums oder den verschiedenen Percussion-Instrumenten präzise, cool und voller Leichtigkeit. Andi Stöcker besticht am Kontrabass/E-Bass mit absolutem Können und feinem Gespür für die Dynamik der Songs. Mit einem solchen hervorragenden Bass-Mann im Rücken tun sich Ludwig und Wießnet spielerisch leicht, auch mal zwischen den Stücken zu improvisieren. Nach gut zwei Stunden Percussion-Show - ohne jegliche Pause - sind die drei Musiker ausgelaugt und ist das Publikum begeistert. Zwei Mal muss "TrioLogie" nochmal auf die Bühne und nachlegen.

Konzept geht auf

Das Konzept dieses Wirtshauskonzerts ging bestens auf. Eine tolle Idee, die Breitenbrunn-Wirtin Birgit Mutzbauer und "TrioLogie" umgesetzt haben - und das alles bei freiem Eintritt, Hut ab!
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