Tschechischer Bergmannschor begeistert mit Auftritt in der Christuskirche
Gemeinsame Geschichte

Ein musikalischer Hochgenuss war der Auftritt des Bergmannschors aus dem tschechischen Kladno. Bild: mbs
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
21.06.2016
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Tschechiens wohl bester Laienchor "Hornický Pevecký Sbor" aus Kladno, 35 Kilometer nordwestlich von Prag gastierte in Sulzbach Rosenberg - initiiert von Werner Klemp der in der Industriestadt nach Niedergang der Maxhütte einige Jahre gearbeitet hatte. Dort trat er, schon immer dem Gesang verbunden, dem renommierten Bergmannschor bei.

Der Laienchor aus Böhmen besteht seit über 50 Jahren. Durchschnittlich hat er 55 Mitglieder, von denen etwa 35 auf Tournee gehen. Das Repertoire ist umfassend und wird auswendig gesungen. Es umfasst alle Bereiche der klassischen, internationalen Chormusik. Überwiegend sind es aber Werke tschechischer und osteuropäischer Komponisten. Auf dem Programm standen Chorsätze von Cernohorský, Koželuh, Dvorák, Mozart, J Bach und anderen. Die Leitung hatten Karel Loula und Jan Makarius, der Enkel des jahrzehntelangen Chorleiters.

Die Professionalität zeigte sich durch die perfekten Einsätze der verschiedenen Stimmlagen und vor allem auch die Sicherheit, wenn es um das Halten der Stimmen ging. Kein Wunder, dass die zahlreichen begeisterten Besucher die Aufführung durch "standing ovations" dankten.

Zum Schluss gab es quasi als Zeichen der Internationalität noch den Gefangenenchor aus Verdis Nabucco in der Orginalsprache Italienisch. Ferner kam noch ein herrliches böhmisches Bergmannslied, das die gemeinsame Bergbaugeschichte der beiden Städte und Regionen unterstrich. Damit hatte der tschechische Chor endgültig die Besucher gewonnen. Man kann nur hoffen, dass der "Hornický Pevecký Sbor" einmal wieder hier Station machen wird.
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