Urgestein beim Altstadtfest
Fritz Leugner spielt seit 40 Jahren

Ein echtes Urgestein des Sulzbacher Altstadtfestes: Fritz Leugner an der Klarinette, natürlich auch heuer zu sehen. Bild: Gebhardt
Kultur
Sulzbach-Rosenberg
23.06.2016
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40 Jahre Altstadtfest sind schon eine lange Zeit. Aber es gibt Bürger, die das beliebte Ereignis schon vom ersten Tag an begleiten. Einer von ihnen ist Fritz Leugner, der ebenfalls sein 40. Altstadtfestjubiläum als Musikant feiern kann. Das heißt, er hat ohne Unterbrechung seit 40 Jahren auf dem Altstadtfest Musik gespielt, in den meisten Jahren sogar drei bis vier Auftritte an einem Wochenende.

Fritz Leugner, bekannter Musiker in der Herzogstadt und inzwischen nahe Forchheim ansässig, hat schon von frühester Jugend an Musik gemacht, meist mit seinem jüngeren Bruder Georg. Weil er musikalisch sehr vielseitig interessiert ist, hat er dabei das gesamte Spektrum der Musikrichtungen absolviert.

Schon 1976 startete er mit der Sulzbacher Klarinettenmusik und dem legendären "Dampfschiff", später kamen jede Menge anderer Gruppe dazu: die "Jelly Creek Rose Mountain Company" (mit der er immer noch beim Fuchsbeck-Frühschoppen auftritt), Waterfalls and Fränz, der Bettlerbigband, vielen Gruppe des Heimat- und Trachtenvereins Stamm, einige andere namenlose Kirwa-Musiken und weiteren unbenannten Jam-Gruppierungen.

Er bewies in den vier Jahrzehnten an den Instrumenten Klarinette, Kontrabass, Saxophon, Gitarre, Hackbrett und Geige sein musikalisches Multi-Talent und seine innige Beziehung zu Sulzbach-Rosenberg - und er hat nie die weite Anreise aus Forchheim, seiner zweiten Heimat, gescheut.

Die Erinnerungen an die Feste sind schön, das finanzielle Fazit sieht eher bescheiden aus: "Oft gab es gar nix, manchmal nicht einmal Biermarken!", erinnert er sich an früher, die Steuer hat also nichts verdient an ihm. Aber das kennen die alteingesessenen Altstadtfest-Musikanten alle, und trotzdem haben sie jedes Jahr gespielt.

Jetzt, mittlerweile auf sechs Lebens-Jahrzehnte zurückblickend, lässt er es zwar ruhiger angehen, aber beim Altstadtfest ist er natürlich immer noch anzutreffen, meist auch bei der Woizkirwa. Irgendwie betrachten er und seine Kollegen, die vielleicht schon genauso lang dort spielen, das Altstadtfest halt doch auch irgendwie als ihr "Kind". Und das ist mit 40 Jahren noch frisch wie früher.
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