120 Euro mehr für alle

Sie kämpfen für 120 Euro mehr (von links): Dirk Stockfisch, Claudia Peter, Wolfgang Dagner, Christa Meier-Mühlbach, Robert Braun und Hans Lenz von der Gewerkschaft Verdi. Bild: Hartl
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
08.09.2015
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Immer mehr Arbeit für das gleiche Geld - das wollen die Zivilbeschäftigten der amerikanischen Streitkräfte nicht länger mitmachen. Die Gewerkschaft Verdi bereitet einen Warnstreik vor. Noch im September.

"Wir waren in den vergangenen Jahren von der allgemeinen Lohnentwicklung abgekoppelt", sagt Wolfgang Dagner, der Vorsitzende der Fachgruppe Stationierungsstreitkräfte bei Verdi. "Das muss sich jetzt ändern." Die Gewerkschaft fordert in der aktuellen Tarifrunde eine Erhöhung der Löhne um 120 Euro für alle - egal ob Niedrig- oder Hochverdiener. Ein Ansatz, der auch Hans Lenz, dem Verdi-Vertrauensmann im Südlager Vilseck, gefällt.

"Maßvolle Forderung"

"Damit schließen wir die Schere zwischen hohen und niedrigen Löhnen etwas", erläutert er und verweist darauf, dass die meisten Zivilbeschäftigten bei den Streitkräften in den unteren Einkommensgruppen angesiedelt seien. 120 Euro mehr bedeuten für jemand, der 1500 Euro verdient, eine Lohnerhöhung um acht Prozent. Bei einem Lohn von 4000 Euro entsprechen 120 Euro nur noch drei Prozent.

Doch die am Donnerstag zu Ende gegangene erste Verhandlungsrunde ist gescheitert. Das Bundesfinanzministerium als Verhandlungsführer lehnte die 120-Euro-Forderung ab und legte kein eigenes Angebot vor. Die einheitliche Erhöhung der Löhne sei nicht mit amerikanischem Haushaltsrecht vereinbar, hieß es zur Begründung. Die Gewerkschaft will das nicht gelten lassen. "Unsere Forderung ist sehr maßvoll und lässt sich auch umsetzen", betont Christa Meier-Mühlbach, Verdi-Vertrauensfrau am Standort Hohenfels.

Am Dienstag/Mittwoch, 29./30. September, tagt die Verhandlungsrunde erneut. Die Verdi-Vertreter planen nun einen Warnstreiktag, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.
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