13,8 Millionen Euro für die Generalsanierung des Sonderpädagogischen Förderzentrums
Aus Alt mach Neu - in vier Jahren

Der "Neubau 1" steht schon, jetzt kommen noch die Fenster rein, dann kann im Winter innen weitergebaut werden. Klassenzimmer, Fachräume und Verwaltung finden hier ab 2015 Platz. Bilder: Gebhardt (3)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
24.09.2014
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Ein neuer Teppichboden fürs Lehrerzimmer stand am Anfang. Jetzt fließen 13,8 Millionen Euro in die Schule: Die Generalsanierung am Sonderpädagogischen Förderzentrum läuft bestens. Um was es genau geht, erläuterte Landrat Richard Reisinger beim Richtfest am Mittwoch.

Vom Dach erklang der Richtspruch von Zimmerermeister Jörg Pfeiffer, dann stellte der Landrat den Gästen kurz die Fakten vor: Die Schule besteht aus dem Altbau (Baujahr 1977), dem Anbau von 1995 und der 1977 errichteten Turnhalle. "Der energetische Zustand des Altbaus entspricht immer noch dem Stand der 70er Jahre und ist nicht mehr zeitgemäß!", stellte Reisinger fest.

Heizung sehr marode

Die Schule werde mit einer Elektro-Fußbodenheizung bzw. mit Elektrospeicheröfen versorgt, das System sei marode und sehr störanfällig. "Dieser Gebäudezustand verursacht entsprechend hohe Unterhalts- und Energiekosten."

2011, so erinnerte der Landrat, habe der Kreistag den Beschluss zur Planung einer Sanierung bzw. eines Neubaues gefasst und das Architekturbüro Popp 2012 zunächst mit der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung beauftragt, verschiedene Konzepte wurden geprüft. Am Ende der vierjährigen Bauphase würden eindrucksvolle Daten stehen, kündigte der Landkreis-Chef an: 14 Klassenzimmer mit zugehörigen Differenzierungsräumen, mit Gruppenräumen, Fachräumen usw., insgesamt ca. 5000 Quadratmeter Nutzfläche: Baukosten entsprechend der jetzigen Kostenberechnung ca. 13,8 Millionen Euro. Das Projekt wird gefördert mit Mitteln des Freistaates.

Bis die Schüler das neue Ambiente komplett genießen können, sind von 2014 bis 2018 allerdings mehrere Bauabschnitte nötig - und zwar stets im laufenden Betrieb. Der erste Abschnitt umfasst die Errichtung von Neubau 1 (2014 bis 2015), mit Klassenzimmer, Fachräumen und Verwaltung. Der Schulbetrieb geht im bisherigen Gebäudebestand weiter.

Baustelle bis 2018

Im Bauabschnitt 2 verlagert sich der Schulbetrieb dann aus dem Anbau in den Neubau 1 und in den Altbau. Die Sanierung des Anbaus ist für die Jahre 2015 und 2016 geplant, mit Klassenzimmern und Fachräumen.

Am meisten Betrieb gibt es wohl im letzten Bauabschnitt, der Nummer 3: Der Schulbetrieb zieht aus dem Altbau in den sanierten Anbau, der Altbau wird 2016 komplett abgebrochen. In den Jahren 2017 und 2018 entsteht der Neubau 2 als Verbindung zwischen Neubau 1 und dem sanierten Anbau, mit Mittagsbetreuung und Pausenhalle. Die dringend nötige Sanierung der Turnhalle läuft schon 2016/17.

Selbstverständlich, so schloss Richard Reisinger, bringe der Landkreis auch die Ausstattung und die Gebäudetechnik auf den neuesten Stand: Da wäre zunächst der Einbau einer Photovoltaikanlage, deren installierte Leistung für den Eigenverbrauch ausgelegt ist. Überschüsse werden ins öffentliche Stromnetz eingespeist, mögliche Speicherung wird geprüft.

Fernwärme eingebunden

Die energiesparende LED-Beleuchtung ist selbstverständlich, ebenso eine Kollektoranlage auf dem Dach der Turnhalle zur Einspeisung von Sonnenwärme in den Pufferspeicher. Diese Energie wird je nach Jahreszeit vollständig oder unterstützend zur Wassererwärmung der Wasch- und Duschanlagen der Turnhalle genutzt. Wo aber kommt die "normale" Wärme her? Fernwärme aus der Leitung in Richtung BePo-Gelände, das ist die Idee, die Energie wird am Eichelberg nachhaltig produziert.

Schulleiter Axel Malich äußerte sich lobend über harmonische Zusammenarbeit aller Beteiligten, trotz des hohen logistischen Aufwands durch Unterricht im laufenden Baubetrieb, ebenso Architekt Alfred Popp. Bürgermeister Michael Göth wünschte unfallfreien Bauablauf.
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