40 Millionen Euro für Sulzbach-Rosenberg

Mit Stolz vermeldete Wieland Lufttechnik die Grundsteinlegung des Sechs-Millionen-Euro-Projektes. Von links: Architekt Gerhard P. Wirth, Werkleiter Wolfgang Schmitt, Geschäftsführer Wolfgang Wieland, Bürgermeister Michael Göth und stellvertretender Landrat Franz Birkl. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
19.03.2015
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Wenn es kommt, dann dick: In Sulzbach-Rosenberg hagelte es am Mittwoch Investionen. Zum einen startete Stahlgruber einen Erweiterungsbau für 34 Millionen Euro, zum anderen kündigte Wieland Lufttechnik bei der Grundsteinlegung an, sechs Millionen Euro in eine neue Produktionshalle zu stecken. Zusammen könnte das bis zu 100 neue Arbeitsplätze bringen.

(ge/eik) Die Produktion wird zur Kapazitätserweiterung komplett von Erlangen nach Sulzbach-Rosenberg verlagert - das vermeldete Wolfgang Wieland, Inhaber des europaweit führenden Herstellers von Industrie-Saugern, am Mittwochvormittag. Die Verwaltung bleibt am Hauptsitz. Das Familienunternehmen schickt künftig 30 Mitarbeiter mit drei Shuttle-Bussen auf Firmenkosten von Erlangen in die Oberpfalz. Dort arbeiten schon knapp 30. Gut 40 weitere neue Kräfte plus Auszubildende werden in den nächsten Jahren vor Ort rekrutiert.

In der neuen Halle, die 5500 Quadratmeter umfasst und im September fertig sein soll, montieren die Wieland-Spezialisten dann tonnenschwere, selbst entwickelte Industrie-Sauger auf Lastwagen - direkt unter den Laufkränen. Mittel- bis langfristig soll sich der Umsatz durch die Kapazitätsausweitung von knapp 20 auf 40 Millionen Euro verdoppeln. Das freute Bürgermeister Michael Göth, der an die Anfänge von Wieland in seiner Stadt vor 25 Jahren erinnerte.

Das Sulzbach-Rosenberger Stadtoberhaupt hätte allen Grund gehabt, am Mittwochabend eine Flasche aufzumachen: Der Grundsteinlegung bei Wieland folgte nachmittags gleich noch der erste Spatenstich für das neue Stahlgruber-Logistikzentrum im Sulzbach-Rosenberger Industriepark Ost. Das Unternehmen investiert dort in seine inzwischen siebte Ausbaustufe 34 Millionen Euro.

In 16 Monaten soll hier ein zweigeschossiger Komplex für den Wareneingang mit 19 Ladetoren und einer Fläche von 17 000 Quadratmetern entstehen. Dieses Gebäudevolumen entspricht 212 Einfamilienhäusern. Mit der Fertigstellung können auch Warenausgang und Versand im bestehenden, gegenüberliegenden Firmengebäude entsprechend wachsen. Mit der Erweiterung entstehen weitere 40 bis 50 Arbeitsplätze. Derzeit sind in Sulzbach-Rosenberg rund 700 Mitarbeiter für Stahlgruber tätig.

Rund 175 000 unterschiedliche Artikel werden im bestehenden Logistikzentrum gelagert - eine Zahl, die nach den Worten von Geschäftsführer Bernhard Strauch aufgrund der wachsenden Vielfalt an Automodellen weiter ansteigen wird. Deshalb auch die Erweiterung bei laufendem Betrieb, die Kapazität und Pick-Leistung verdoppeln werde. Im vollautomatischen Kleinteilelager werden künftig 18 Regalbediengeräte stündlich 1500 Ein- und Auslagerungen vornehmen.

Die wichtigsten Tätigkeiten wie Kontrollieren oder Kommissionieren werde aber auch künftig der Mensch erledigen, betonte Projektleiter Dietmar Gregarek: "Die Technik setzen wir für das ein, was der Mensch nicht so gern tut: schwer tragen und transportieren."
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