800 Räume für die Kadetten

Die Delegation aus Sulzbach-Rosenberg und die Crew des Minenjagdbootes vor der imposanten Marineschule Mürwik. Bild: Sandig
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.05.2015
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Ob obligatorische Grillparty auf dem Achterdeck, Ausfahrt mit dem nach der Stadt benannten Minenjagdboot oder Besichtigung von anderen Schiffen der Marine: In Kiel haben Delegationen aus Sulzbach-Rosenberg schon viel erlebt. Jetzt ging es an einen besonderen Ort.

Die 18-köpfige, von Hauptamtsleiter Johann Gebhardt angeführte Abordnung aus Sulzbach-Rosenberg staunte nicht schlecht, als sie in Flensburg aus dem Bus stieg. Vor ihr erhob sich ein Komplex, in dem man ein englisches College vermuten könnte: die direkt an der Förde gelegene Marineschule Mürwik. Christian Greger, Wachoffizier der Patenboot-Crew, führte die Gäste über das weitläufige Areal. "Die Marineschule hat 800 Räume", erklärte er. "Geht man einmal an der kompletten Außenfassade entlang, sind das 1,3 Kilometer."

Gorch Fock dabei

In Mürwik bildet die Marine ihre Offiziere aus. Dem Ausbildungszentrum ist auch das Segelschulschiff Gorch Fock unterstellt. Greger führte die Gruppe entlang der Admiralswiese zum Übungsmast, der aufgestellt worden war, nachdem es auf der Gorch Fock zu Unfällen, nämlich Stürzen aus der Takelage, gekommen war. Der Mast in Mürwik ist ein verkleinerter Nachbau des Originals - nur 28 statt 45 Meter hoch wie auf dem Prestige-Segler.

Die Kadetten können dort aufentern, sich an Höhe, Bewegungsabläufe und Arbeitsbedingungen in der Takelage gewöhnen, ehe sie auf das Segelschulschiff gehen. Wachoffizier Christian Greger zeigte auf ein Gebäude der Sportschule: Dort residierte Großadmiral Karl Dönitz, den Hitler in seinem Testament zu seinem Nachfolger bestimmt hatte, als Deutschland am 8. Mai 1945 bedingungslos kapitulierte.

Beeindruckt waren die Besucher auch von der Aula (in der sich unter anderem ein Gemälde befindet, das die Gorch Fock zeigt, wie sie den Stürmen auf See trotzt), dem Speisesaal (mit herrlichem Blick auf die Flensburger Förde) und der Empfangshalle. In ihr hängen die Fahnen von Ländern, aus denen Soldaten kommen, die ebenfalls an der Marineschule ihre Ausbildung machen.

Ein weiterer Programmpunkt des Flensburg-Ausflugs war die Phänomenta. In dieser Ausstellung durften alle an interaktiven Stationen herausfinden, welches naturwissenschaftliche oder physikalische Phänomen hinter einer Sache steckt.
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