Abfahrtszeit per Mobilfunknetz

Buslinien, Zielorte und die exakten Abfahrtszeiten auf einem Blick - dies macht die neue Fahrgastanzeige an der Haltestelle am Luitpoldplatz möglich. Bilder: Royer (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
05.11.2014
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Wann kommt der Bus zum Krankenhaus? Wie lange muss ich noch warten, bis ich nach Prohof fahren kann? Bleibt noch Zeit für Besorgungen? Auf diese Fragen erhalten Busfahrgäste am Luitpoldplatz jetzt prompte Antwort. Grund dafür ist ein elektronischer Helfer.

Parallel zu den Fahrgastanzeigen am Busbahnhof in Amberg hat der Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS) fünf weitere moderne Fahrgastanzeigen aufgestellt. Dies lief in Kooperation mit den jeweiligen Kommunen. Die Neuerung betrifft nun wichtige Haltestellen im Landkreis Amberg-Sulzbach.

Die SRZ fragte bei ZNAS-Geschäftsführer Hans-Jürgen Haas, welche Verbesserungen sich für die Fahrgäste jetzt in Sulzbach-Rosenberg einstellen.

SRZ: Was genau bringt die neue Anlage an der Haltestelle Luitpoldplatz?

Hans-Jürgen Haas: Sie zeigt nun in Echtzeit, wann der gewünschte Bus auch tatsächlich abfährt. Dadurch werden Verspätungen, zum Beispiel durch Baustellen, winterliches Wetter etc. sofort ablesbar, und man kennt die Wartezeit in Minuten.

Welche Technik steckt dahinter?

Haas: Durch ein modernes rechnergestütztes Betriebsleitsystem in den Bussen wird der genaue Standort des Wagens ermittelt und dadurch die voraussichtliche Ankunftszeit an der Haltestelle errechnet. Diese Daten werden von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft im Projekt DEFAS (Durchgängiges Elektronisches Fahrgastinformations- und Anschlusssicherungs-System) in München gesammelt und von den Anzeigentafeln über das Mobilfunknetz laufend abgerufen.

Sieht der Wartende also immer den aktuellsten Stand auf der Anzeige?

Haas: Ja genau, dieser ist durch die Wartezeit in Minuten ablesbar. Ist nur eine Uhrzeit bei der betreffenden Fahrt aufgeführt, bedeutet dies, dass der Bus keine Verbindung zum System hat und zum Beispiel die Fahrt erst an dieser Haltestelle beginnt - angezeigt wird in diesem Fall natürlich nur die Sollabfahrtszeit nach dem genehmigten Fahrplan.

Wie wurde die Anlage finanziert?

Haas: Die Investitionskosten für diese moderne Fahrgast-Informationsanlage trägt zum allergrößten Teil der Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach. Sie belaufen sich auf rund 10 000 Euro Anschaffungskosten pro Stück mit laufender Datenübertragung.

Wie ist die Herzogstadt mit eingebunden?

Haas: Sulzbach-Rosenberg sorgt für die Stromversorgung. Aus Sicht der Stadt ist dies eine wichtige Initiative des ZNAS zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs im ländlichen Raum.
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