Abgeordnete einig bei Priorisierung der Bahnstrecke von Nürnberg über Amberg nach Prag
Durch das Herz der Oberpfalz

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
13.10.2014
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"Wenn wir jetzt nicht den Ausbau beider Bahnstrecken in der Oberpfalz im Bundesverkehrswegeplan unter Dach und Fach kriegen, dann ist der notwendige Bahnausbau in unserer Region für die nächsten 20 Jahre verloren", warnt die Amberger CSU-Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger per Pressemitteilung im Vorfeld der Verhandlungen zum Bundesverkehrswegeplan.

Der Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg-Amberg-Schwandorf bis nach Tschechien sei gemeinsam mit der Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Hof in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden, da beide von großer Bedeutung für die Vernetzung der grenzübergreifenden Wirtschaftsräume seien. "Wir dürfen die Regionen in der Oberpfalz nicht gegeneinander ausspielen", meint Lanzinger. Sie begrüßte den Beschluss im Wirtschaftsausschuss des bayerischen Landtags, dass die Kapazitäten des deutschen und bayerischen Schienennetzes deutlich erhöht werden müssten, indem die Elektrifizierung beider Strecken realisiert werde.

Alle Politiker der Region forderten inzwischen, "dass angesichts der sehr guten Kosten- und Nutzenanalyse der Strecke Nürnberg-Amberg-Schwandorf die Strecke durch das Herz der Oberpfalz bei den Beratungen des Bundesverkehrswegeplans priorisiert wird". Weiße Flecken in der Infrastruktur dürfe man nicht zulassen.

Die Entscheidung im Wirtschaftsausschuss des Landtags geht laut Presseinfo des CSU-Landtagsabgeordneten Harald Schwartz auf einen von ihm eingebrachten Antrag zurück. In der Begründung betonte Schwartz, dass mit der Elektrifizierung der Strecke Nürnberg-Prag über Sulzbach-Rosenberg-Amberg- Schwandorf-Furth im Wald die Kapazität des deutschen und bayerischen Schienennetzes deutlich erhöht werden könne. Davon werde der langlaufende Schienengüterverkehr besonders profitieren. "Doch auch im Personenverkehr ergeben sich für Ostbayern neue Perspektiven: Neben kürzeren Fahrzeiten und mehr Pünktlichkeit ist für den Personenverkehr mit dem elektrischen Betrieb ein deutlich wirtschaftlicherer Zugbetrieb möglich. Nicht zuletzt bedeutet die Elektrifizierung einen wichtigen Schritt zur Schließung der großen Elektrifizierungslücke im nordostbayerischen Raum."

Hinsichtlich der beiden möglichen Trassen unterstrich Schwartz die Vorteile der Schienenführung über Sulzbach-Rosenberg und Amberg: "Wir müssen bei unserer Positionierung in diesem Fall die finanziell-wirtschaftlich sinnvollere Alternative wählen. Diese führt eindeutig über Sulzbach-Rosenberg und Amberg."
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