Abschied von Eberius

Dekan Karlhermann Schötz (links) verabschiedete Pfarrer Klaus Eberius (Mitte) aus seinem Dienst in der St.-JohannisKirche und dankte auch seiner Frau Birgit Schwalbe-Eberius (rechts). Bild: cog
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
27.11.2015
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"Sie sind in den vergangenen Jahren Nothelfer im Dekanatsbezirk gewesen", sagte Dekan Karlhermann Schötz zu Pfarrer Klaus Eberius, als dieser beim Gottesdienst in der St.-Johannis-Kirche aus seinem Dienst verabschiedet wurde.

Eberius hatte zunächst in der Gemeinde Illschwang in der Zeit der Vakanz ausgeholfen und dann die Vertretung der halben Pfarrstelle in Rosenberg übernommen. "Eine sehr besondere Situation, die vor allem von Ihnen, aber auch von anderen viel Flexibilität und Kooperationsbereitschaft verlangt hat", betonte der Dekan.

Jetzt habe Eberius entschieden, einen anderen Dienst zu tun, nämlich seine alte und kranke Mutter zu begleiten. "Es ist eine Entscheidung für Lebensqualität, für Ihre Mutter und für Sie selbst." Nicht nur die evangelischen Rosenberger waren zum Gottesdienst gekommen, sondern auch Vertreter der katholischen Schwestergemeinde, der Feuerwehr und anderer Organisationen im Dorf, dazu aus Amberg die Pfarrer Roland Böhmländer und Heidrun Bock.

Richtung halten

Eberius predigte über Matthäus 7, 12-20. Hier ermahnt Jesus seine Zuhörer, ihren Mitmenschen das zu tun, was sie von ihnen erwarten würden. Dann warnt er vor falschen Propheten und erklärt: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen." Manchmal, stellte der Geistliche fest, sei das Leben hektisch, und gerade da müsse man die Richtung halten und dürfe die Orientierung nicht verlieren. Angesichts der Ankunft vieler Flüchtlinge machten sich Menschen Sorgen. Eberius ermutigte die Gemeinde: "Wer jedoch immer wieder erlebt, dass Gottes Ohren auf die Stimme des Flehens hören, dessen Herz ist angefüllt von Gottes Licht." Dann könne man erkennen, dass Gott von uns erwarte, den Hilfsbedürftigen der hilfreiche Nächste zu sein. Gerade in schwierigen Entscheidungssituationen könne man darauf vertrauen: "Gott ist bei uns. Gott lässt Umkehr zu." Im Leben sei vieles unsicher, verlässlich nur Gottes Nähe.

Mit Gebet und Segen entpflichtete der Dekan Pfarrer Eberius und überreichte seiner Frau zum Dank für ihre Unterstützung Blumen. Dann feierte die Gemeinde letztmals mit Eberius Abendmahl. Die Pfarrer Eberius und Markert sowie Diakonin Sabrina Schmidt trugen die Fürbitten vor. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Doris Weidner an der Orgel und dem Posaunenchor unter der Leitung von Kurt Lehnerer gestaltet.

Präsente zum Abschied

Hinterher versammelten sich die Gläubigen zum Stehempfang im Gemeindesaal, um persönlich von Eberius Abschied zu nehmen. Den Reigen der Grußworte eröffnete Bürgermeister Michael Göth, der die sehr herzlichen Begegnungen bei der Rosenberger Kirwa hervorhob. "Behalten Sie das Dorf in guter Erinnerung", bat der Sprecher und überreichte ein Präsent.

Regina Probst, Gemeindereferentin der katholischen Schwestergemeinde St. Michael in Poppenricht, dankte Eberius für freundschaftliche ökumenische Zusammenarbeit: "Pfarrer Dominik Mitterer und ich werden Dich sehr vermissen." In der Not sei Eberius in Rosenberg und Poppenricht herzlich willkommen gewesen, sagte Günter Eger, Vertrauensmann des Rosenberger Kirchenvorstands, dankbar. Mit Wolfgang Böttner, Vertrauensmann von Poppenricht, und Pfarrer Markert überreichte er Eberius einen prächtigen Präsentkorb .
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