Abschlusskonzert zum "Tag der Oberpfälzer Musikschulen" begeistert das Publikum
Unbändige Freude stets spürbar

Vorsicht, Berliner Philharmoniker: Die zwölf Cellisten der Oberpfälzer Musikschulen unter Leitung von Tatjana Hubert (Mitte) können es auch. Bild: aks
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
02.05.2015
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Musikschule kann und leistet vieles. Einige Zahlen und Fakten kamen beim Abschlusskonzert des "Tages der Oberpfälzer Musikschulen" zur Sprache. Für einen wichtigen Aspekt bedurfte es jedoch keiner Worte - die unbändige Freude an der Musik, an der Gemeinschaft und selbstverständlich auch am großen Applaus fand an diesem Abend ihren eigenen Weg in der Aula der Krötenseeschule.

Einen ganzen Tag lang hatten sich 170 Schüler der 16 Oberpfälzer Musikschulen kennengelernt, zu Ensembles vereint und unter Anleitung überwiegend SMS-verwurzelter Pädagogen hoch konzentriert an den Paradestücken für das abschließende Konzert gearbeitet.

Auch eine Frage der Kondition, aber dank perfekter Rundumversorgung und dem obligatorischen Schuss Lampenfieber kein Problem für niemanden. Um den Spaß des Tages schließlich in die von Bürgermeister Michael Göth begrüßten Publikumsmassen zu transferieren, wählte man zum einen ganz besondere Besetzungen und zum anderen einen Querschnitt, der von geschmeidigem Genuss bis zur tobenden Begeisterung kein Ohr unberührt ließ.

Die jüngeren Gitarren von Uwe Stein flogen mit einem fetzigen "Batman-Blues" ein und grüßten in spanischer Tonlage von Paco. Viktoria Dechant und ihr Akkordeonensemble hielten mit einem "Pop-Tango" Kurs auf dieser südlich-entspannten Richtung, die dank "Percussion plus" von Johannes Mühldorfer und Mitstreitern in einer ganz heißen Nummer endete. Für die tonale Umsetzung andalusischen Flairs hatten sich auch Gastdozent Peter Hackl, seines Zeichens Fachberater Gitarre beim Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen, und die fortgeschrittenen Gitarristen entschieden. Mit Hartnäckigkeit im wahrsten Sinne des Titels und der Tagesarbeit ließen Tatjana Huberts zwölf Cellisten den vom berühmten Berliner Vorbild bekannten Charme aufblitzen.

Spritzige Version

Für einen Abstecher ins Barock sorgten das von Richard Hubert einstudierte und energisch dirigierte "Concerto in D-Dur" für Streicher des Komponisten Georg Philipp Telemann. Diesem huldigte auch das Ensemble "Alte Musik", geleitet von Michael Kämmle, mit einer spritzigen, inspirierten Version der Ouvertüre zu "Der getreue Musikmeister".

Bevor das außergewöhnliche Querflötenorchester von Katharina Scharnagl Variantenreichtum zwischen elegischer Frühlingsmelodie von Edvard Grieg und einem Ragtime ausspielte, bereicherten Tanja Gebhardt (Gitarre) und Lukas Wagner (Querflöte) das Programm um kammermusikalische Kleinkunst. Als unangefochtener Liebling des Abends entpuppte sich das integrative Ensemble von Evelyn Ebert (SMS Neumarkt) und Leif Wiesmeth, die ihren bereits umjubelten Henry-Valentino-Schlager mit einer genial umgesetzten Karawane auf der Durchreise noch toppen konnten.
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