Ärzte teilen sich neu ein

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
08.08.2015
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Es waren deutlich weniger als die vorgeschriebenen 15 Ärzte. Und diejenigen, die diesen Dienst leisteten, waren stark belastet und häufig dran. Das soll sich jetzt ändern - durch eine Umstrukturierung.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) wurden die Bereiche für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst im Raum Vilseck/Hirschau, Sulzbach-Rosenberg und Amberg neu strukturiert. Die Dienstgruppe Vilseck/Hirschau hatte laut KVB die notwendige Mindestzahl von 15 Ärzten deutlich unterschritten. Mediziner, die den Bereitschaftsdienst leisteten, hatten dementsprechend unzumutbare Belastungen und waren häufig dran. Die betroffene Bereitschaftsdienstgruppe hatten sich daher mit der Bitte um Auflösung an die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns gewandt.

Dies geschah zum 28. Juli, die dazugehörigen Arztsitze wurden auf die benachbarten Dienstbereiche aufgeteilt. Im Zuge dieser Maßnahme wurden die Arztsitze in Hirschau und Schnaittenbach der Bereitschaftsdienstgruppe Amberg zugeordnet.

Geografisch geordnet

Das neustrukturierte Dienstgebiet Amberg wird dabei von zwei kombinierten Fahr- und Sitzdiensten versorgt, die sich geografisch in "Nord" (Amberg, Poppenricht, Hirschau und Schnaittenbach) und "Süd" (Amberg, Kümmersbruck, Ursensollen, Kastl, Ensdorf, Rieden und Schmidmühlen) aufteilen. Die Dienstgruppe Sulzbach-Rosenberg wurde um die Arztsitze Vilseck, Hahnbach und Freihung erweitert, das Gebiet umfasst somit Hahnbach, Freihung, Vilseck Edelsfeld, Königstein, Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg, Illschwang und Sulzbach-Rosenberg.

Dienstwochen gesenkt

Durch diese Maßnahme konnte laut KVB die Dienstbelastung insbesondere für die Ärzte der ehemaligen Gruppe Vilseck/Hirschau von jeweils rund fünf Dienstwochen im Jahr auf ein bis drei gesenkt werden. Wie die KVB weiter mitteilt, ergeben sich für die Patienten möglicherweise weitere Wege und längere Wartezeiten als bisher. Ärzte, die in ihrem Bereitschaftsdienst Hausbesuche machen, seien gegebenenfalls länger unterwegs.

Ohnehin sollen laut KVB Hausbesuche im Bereitschaftsdienst künftig in der Regel nur noch erfolgen, wenn sie medizinisch notwendig sind.
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