Afrika-Ruf gefolgt

Tagelang waren die Helfer des Vereins mit dem Beladen eines Übersee-Containers mit Hilfsgütern für das gambische Hilfsprojekt des Vereins in Brufut beschäftigt. Bild: bk
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
03.11.2014
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Der Sitz des Vereins ist Amberg, seine Mitglieder verteilen sich über ganz Deutschland. Für Socialis for the Gambia sind derzeit zwei 18-Jährige aus der Region vor Ort. Hinterher reist ihnen ein Container mit Spendengütern.

Gambia ruft! Diese Einladung der Hilfsorganisation Socialis for the Gambia an junge Leute nahmen Kathrin Hauda aus Amberg und Verena Lex aus Hirschau voller Vorfreude bereitwillig an. Die beiden 18-Jährigen unterstützen seit einigen Wochen voraussichtlich bis Ende Januar vor Ort in Brufut ein von dem Verein betreutes Schul- und Ausbildungszentrum.

"Es gab viele Treffen, wo wir über Highlights, Bewohner, Kinder, Schule, von meinen Erlebnissen, dem Alltag in Gambia und vieles mehr anhand von Bildern geredet haben", erklärt die Vorsitzende von Socialis for the Gambia, Inge Iberl. Sie hat nach der Klärung wichtiger Fragen die beiden Mädchen mit lieben Grüßen und viel, viel Post "für meine Kinder" auf die Flugreise nach Afrika geschickt.

Inzwischen seien beide herzlich aufgenommen worden, fühlen sich dort wohl und lernen schon Land und Leute kennen. Mehrmals täglich gebe es Kontakt, da ganz alltägliche Fragen auftauchen: Wo kann man günstig einkaufen, wo tauscht man am besten Geld um, was bringe ich der Familie bei einer Einladung mit, wie kommen wir am günstigsten nach Seerekunda oder Senegambia? Iberl hilft prompt per Handy weiter.

Gebraucht wird alles

Bei all dem trat das Verpacken von Sachspenden für einen Hilfscontainer in den kleinsten westafrikanischen Staat nicht in den Hintergrund. Einige Mitglieder verbrachten in den vergangenen Wochen jeden Abend, auch an Samstagen und Sonntagen, im Lager des Vereins. Oder sie packten gar Zuhause fleißig. "Wir haben wieder Hunderte von Paketen geschnürt. Dabei galt es, Bettwäsche, Vorhänge, Stoffe, Nähutensilien, Schuhe, Kleidung, Schulsachen, Möbel und Fahrräder ordentlich zu kontrollieren und sauber zu verstauen", berichtet Iberl. Rund 25 Helfer schleppten das Sammelgut und packten es in einen Übersee-Container, bevor er voll beladen und ordnungsgemäß verplombt abgeholt wurde.

Noch in diesem Monat fliegt eine kleine Gruppe nach Gambia, um dort die Sachen vor Ort zu verteilen. Iberl zeigte sich erneut sehr angetan und dankbar für die Spendenbereitschaft. So sammelte beispielsweise die 2. Klasse der Amberger Dreifaltigkeits-Grundschule unter der Anleitung ihrer Lehrerin Renate Schindlbeck fleißig Schulsachen. Von der Berufsfachschule für Krankenpflege Amberg kamen derweil 70 Stühle, die ebenso schon auf dem Weg nach ins gambische Brufut sind.
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