Alexander Kraiters Vorstellungswelt ist vielfältig
Wurzelholz und blühende Fantasie

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
14.09.2015
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Der Frührentner geht gerne in der Natur spazieren. Und dabei hält er die Augen weit offen - stets mit dem Blick auf liegengebliebene Wurzelstücke. Teile, nach denen sich andere gar nicht bücken würden; nicht einmal, um das Holz in der guten Stube daheim in den Kachelofen zu stecken.

Aufheben lohnt

Für Alexander Kraiter lohnt sich das Aufheben, denn kaum hat er das Wurzelchen entdeckt, rattert es bei ihm in den Gehirnzellen, und er versucht, es schon an Ort und Stelle gedanklich zum Leben zu erwecken. Das geschieht dann bei dem 66-Jährigen in der Rosenstraße. Hier verpasst er dem Stück Holz mit ein paar Farbtupfern, Pinselstrichen oder Glasperlen ein Gesicht. Und hat das Geschöpf plötzlich Augen, dann kann auch der unbeteiligte Beobachter mit den Figuren etwas anfangen.

Ohne viel Aufwand

So hat der Wolgadeutsche, der 1996 aus Kasachstan nach Sulzbach-Rosenberg kam, seit seiner Frühpensionierung vor sieben Jahren ein wenig aufwendiges Hobby für sich gefunden. Viel hat der 66-Jährige schon verschenkt, anderes in der heimischen Garage fein säuberlich aneinandergereiht: Drache, Hund, Vogel, Fisch oder einfach nur eine Wurzelblume von einem etliche Hundert Jahre alten Baum. Und wenn eine seiner fünf Enkelinnen - die Töchter seiner vier bereits erwachsenen Kinder - zu Besuch bei ihm weilt, dann blüht nicht nur die Fantasie des Opas, sondern auch die der Kleinen. Dazu gibt es noch Klänge aus der Ziehharmonika, auf der Alexander Kraiter Klassisches ebenso zu spielen weiß wie spritzig-fröhliche Musik.
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