Allumfassende Gemeinschaft

Viele Gläubige kamen bei strahlendem Sonnenschein zum Gottesdienst am Freialtar auf dem Annaberg.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
29.09.2015
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Um Hoffnung, Mut und Liebe drehten sich die Fürbitten zum Erntedank auf dem Annaberg. Ein muslimischer Syrer schloss sich an. Er möchte die Saat des Friedens ausbringen.

Den Gebrauch der Ressourcen der Erde und den Umgang der Menschen miteinander thematisierte der große Erntedank-Festgottesdienst am Freialtar auf dem Annaberg. Dekan Walter Hellauer sowie Kaplan Franz Becher führten durch die Zeremonie.

Seine Predigt lehnte Walter Hellauer an die Enzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus an. "Wir leben in einer Wegwerfkultur, in der die Ärmsten der Armen leiden müssen", betonte der Dekan. Um die Schöpfung sei es nicht gut bestellt, da wir unsere Erde plündern. Dabei sei Schöpfung ein Geschenk, das wir bewahren sollten. Das Glück des Menschen könne nicht der Konsum sein. "Wir sind eine allumfassende Gemeinschaft und aufeinander angewiesen. Dies sieht man zum Beispiel derzeit an den Flüchtlingen", betonte er.

Bei den Fürbitten wechselten sich die Redner am Pult ab. Sie baten um Hoffnung, Mut und Liebe. Dabei trat auch ein muslimischer Syrer vor und sagte: "Ich möchte Frieden säen zwischen Muslimen, Christen und Juden" - ein bewegender Moment.

Zum Altar wurden nacheinander ein Globus als Zeichen für die Schöpfung, ein Bild mit verschiedensten Personen als Zeichen des Miteinanders und ein Früchtekorb als Zeichen der Ernte getragen. Besonderer Dank galt dem Frauenbund sowie den Frauen der KAB, die die Annabergkirche und die Kirche St. Marien festlich für Erntedank geschmückt haben. Auch die Pfadfinder sowie die Kolpingfamilie nahmen am Gottesdienst teil. Zudem dankte Walter Hellauer den Bläsern und dem Kirchenchor St. Marien für die musikalische Umrahmung der Feier. Als festlichen Abschluss des Gottesdienstes sangen alle zusammen die Bayernhymne.
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