Am Ende zu Tränen gerührt

Blumen gab es für die neue Führungsgruppe des Kinderschutzbundes Amberg-Sulzbach (von links): die Vorsitzende Brigitte Breitfelder, Schatzmeister Dr. Hans-Martin Biehler, die stellvertretenden Vorsitzenden Tanja Hartmann und Monika Höhne, Schriftführerin Daniela Bernscheider, die Beisitzerinnen Gabriele Donhauser, Brigitte Aufschneider und Elke Engelen. Bild: usc
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
16.06.2015
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Erst hoben alle die Hand, um Karin Meixner-Nentwig zur Ehrenvorsitzenden des Kinderschutzbundes zu machen. Und danach wischte sich der eine oder andere verstohlen und gerührt Tränen aus den Augen - im Gedanken an 28 Jahre unermüdliche Führungsarbeit.

28 Jahre stand Karin Meixner-Nentwig an der Spitze des Kinderschutzbundes. Sie hat ihn geprägt und ihm ihren Stempel aufgedrückt. Am Freitag fand sie in Brigitte Breitfelder eine Nachfolgerin. Die Bilanz von Karin Meixner-Nentwig an der Spitze des 240 Mitglieder starken Kreisverbandes umfasst vieles, was sie angestoßen hat und was heute als Erfolgsgeschichte gilt: eine Ad-hoc-Betreuung für Kinder ab eineinhalb Jahren, eine ehrenamtliche Kinderbetreuung im Krankenhaus (inzwischen von Flika übernommen), die Ausbildung von Familienpaten, eine sozialpädagogische Beratung und Familienhilfe.

Auch an Eltern gedacht

Wie OB und Mitglied Michael Cerny in seiner Laudatio sagte, gibt es die verschiedensten Kurse für Eltern und Kinder, ein Elterntelefon sowie ein Ausbildungs- und Vermittlungsangebot für Babysitter. Außerdem nimmt sich der Kinderschutzbund der Belange krebskranker Frauen an, indem er ihnen sowohl eine psychologische Beratung als auch die Teilnahme an einer Gruppe ermöglicht.

In ihrem Jahresrückblick erinnerte Karin Meixner-Nentwig auch an die Betreuung Schwangerer und junger Familien. Ein Herzensanliegen war ihr die Hilfe für Trennungskinder. Eltern kommen laut der Vorsitzenden auch schon im Vorfeld geplanter Scheidungen zum Kinderschutzbund, getrieben von der Frage, wie man die Situation für die Kinder erträglicher machen kann.

Von Anfang an mit dabei war Karin Meixner-Nentwig auch beim Bündnis für Familie in Amberg, wo sie das Handlungsfeld "Familie und Gesundheit" mit verantwortet. Die Präventionsaktion "be smart, don't smoke" gilt als beispielhaft. Als großen Erfolg wertete sie den Kinder- und Jugendgesundheitstag, dessen Neuauflage im Herbst geplant ist.

Vertrauen in Nachfolgerin

Mit hohem Vertrauensvorschuss statteten die Mitglieder die neue Vorsitzende Brigitte Breitfelder aus. Ihre beiden Stellvertreterinnen sind Monika Höhne und Tanja Hartmann. Schatzmeister bleibt Dr. Hans-Martin Biehler, der in seinem Jahresbericht über eine erfreuliche Konsolidierung der Finanzen berichtet hatte. Im Amt bestätigten die Mitglieder auch Schriftführerin Daniela Bernschneider. Zwei neue Gesichter gibt es bei den Beisitzern. Neben den Altgedienten Elke Engelen und Brigitte Aufschneider kamen Gabriele Donhauser und Katrin Fischer neu in diese Funktion. Für 20-jährige Vereinstreue wurde Anita Färber geehrt.

Brigitte Breitfelder regte neue Projekte an, etwa ein Mutter-Kind-Café. Vorbereiten müsse sich der Kinderschutzbund nicht zuletzt auch auf die steigende Zahl unbegleiteter jugendlicher Flüchtlinge.
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