Amberg-Sulzbacher FDP wählt Moritz Pöllath (32) zum neuen Kreisvorsitzenden
Schon Mitarbeiter des Parteichefs

Auf viele junge Kräfte setzt die Amberg-Sulzbacher FDP in ihrem Kreisvorstand (von links): Beisitzer Hans-Jürgen Reitzenstein, Schatzmeister Achim Groth, stellvertretender Vorsitzender Kilian Taubmann, Vorsitzender Moritz Pöllath (neu) und Schriftführer Andreas Dürr (neu). Bild: gac
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
03.12.2014
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(ll/gac) Moritz Pöllath ist neuer Kreisvorsitzender der FDP. Die Mitglieder wählten den 32-Jährigen zum Nachfolger von Reinhard Ott, der die Liberalen in Amberg-Sulzbach seit 2010 geführt hatte. Pöllath war 2013 auch Bundestagsdirektkandidat der lokalen FDP. Damals war er im Rahmen einer Schwangerschaftsvertretung als wissenschaftlicher Mitarbeiter des heutigen FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner im nordrhein-westfälischen Landtag tätig. Jetzt ist Pöllath Gymnasiallehrer für Geschichte und Englisch in München.

"Wir Liberalen sind quicklebendig, und wenn man sich die Leistungen der heutigen Regierungen in Land und Bund anschaut, kann man nur sagen: Wir werden auch gebraucht!" Mit dieser Ansage begrüßte der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Kilian Taubmann die Mitglieder zur Versammlung. In seinem Rechenschaftsbericht stellte er die starke Unterstützung durch die Jungen Liberalen (Julis) heraus und kündigte für 2015 weitere Aktionen der Julis an. Taubmann dankte dem scheidenden Kreisvorsitzenden Reinhard Ott, der aus privaten Gründen nicht an der Versammlung teilnahm, für seine Arbeit in schwieriger Zeit.

Trotz des ungünstigen Umfelds sei der gemeinsame Wahlvorschlag von FDP und FWS mit drei Kreisräten und zwei Stadträten in Sulzbach-Rosenberg zufriedenstellend vertreten, meinte Taubmann. Dies sei auch ein Erfolg der kommunalpolitischen Arbeit der FDP.

Pöllath forderte die Mitglieder auf, auch bei Gegenwind der liberalen Sache treu zu bleiben. Er kündigte für die nächsten Monate Initiativen zur besseren Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern an. Außerdem sei ihm die Verankerung der Bundeswehr in der Gesellschaft ein besonderes Anliegen: "Die Soldaten leisten einen großen Dienst für uns alle und bekommen dafür immer weniger Anerkennung. Die Ministerin sollte hier einen Schwerpunkt legen, anstatt mit schicken Fotos in der Zeitung zu glänzen."
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