Ampel für den Zebrastreifen?

Hier in der Nürnberger Straße soll mehr Sicherheit für die Fußgänger geschaffen werden. Ob eine Ampel sinnvoll wäre, wird die Verkehrsschau prüfen. Bilder: Gebhardt (3)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
06.10.2014
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Hier ist es zu eng, da zu holprig, dort zu gefährlich: Vielgestaltig sind die Anliegen, die Bürger an die Stadträte herantragen. Im Gremium werden die Probleme dann diskutiert. Und in manchen Fällen kann die Stadt sogar sofort helfen.

Meist sind es Probleme rund um den Straßenverkehr, die den Stadtrat in seiner Anfrage- und Antragsstunde beschäftigen. Aber es gibt auch andere Themen: Dr. Thomas Steiner (SPFD) wollte wissen, wie es sich mit dem Kontaktformular auf der Stadt-Homepage verhalte.

Er habe es selbst vor Monaten ausprobiert, aber bis heute keine Antwort erhalten: Das kann doch nicht Sinn der Sache sein, wenn Anfragen ins Leere laufen!", kritisierte er. "Das lasse ich nicht so im Raum stehen!", entgegnete Bürgermeister Michael Göth und sicherte Nachforschungen zu.

Nadelöhr Neustadt

Karl Heinz Herbst (Grüne) wollte wissen, was aus seinem Antrag über eine E-Mobil-Ladestation in der Tiefgarage geworden war - er wird in der nächsten Bauausschusssitzung behandelt, erfuhr er. Yvonne Rösel (Grüne) wollte die neue Homepage von Sulzbach-Rosenberg vor der Freischaltung erst einmal im Stadtrat begutachtet wissen. Den schlechten Zustand der Wege zwischen Bavaria-Seniorenheim und Bahnhof kritisierte Peter Bruckner (FWU), Gleiches gelte für den Pendler-Parkplatz am SVL-Gelände. Er bat um Abhilfe.

Eine Verkehrsschau in der Straße "An der Allee" regte Maria Boßle (CSU) an - hier gehe es sehr eng zu, was auch Fußgänger gefährde. Fremde Lastwagen würden sich oft regelrecht verheddern in der Neustadt an den beiden Stein-Säulen, die dort an der Allee-Zufahrt den Fußgängerbereich abtrennen, schilderte Evi Rauch (CSU). Ob hier ein warnendes Verkehrszeichen helfen würde? Rosalia Wendl vom Ordnungsamt erklärte, dass viele Lastwagen-Fahrer kein Lkw-Navi verwendeten, das Durchfahrtsbreiten angebe, sondern ein "normales". Hier tauche der Hinweis "Gesperrt für Lkw" nicht auf.

Zum Antrag von Christian Steger (CSU) auf eine Fußgängerampel am Zebrastreifen Nürnberger Straße stellte die Ordnungsamtsleiterin fest, dass eine solche Anlage nur Sicherheit suggeriere. Es sei zudem fraglich, ob überhaupt die Voraussetzungen für einen solchen Überweg vorlägen. Auch ein Blinklicht sei nicht die Generallösung, sie schlug einen Besuch der Verkehrsschau dort vor.

Mobiles Messgerät

"Ab wann rentiert sich denn eine Ampel?", fragte Christian Steger etwas ironisch nach angesichts des Gefahrenpotenzials in der Nürnberger Straße, in der generell viel zu schnell gefahren werde. Karl-Heinz Herbst schlug vor, Grund zu erwerben und den Gehweg weiterzubauen, um eine Straßenüberquerung überflüssig zu machen.

Zum Antrag auf ein mobiles Geschwindigkeitsmessgerät in der Innenstadt (Luitpoldplatz) von Karl-Heinz Herbst gab es diverse Meinungen über Sinn oder Unsinn, Hubert Jungbauer (CSU) meinte schließlich: "Man kann alles übertreiben!, es müsse eben jeder selbst besser aufpassen. Der Hauptausschuss wird sich nochmals mit dem Thema befassen.

Hans-Jürgen Reitzenstein (FDP/FWS) regte Ladestationen für E-Mobile an, die von den städtischen Photovoltaik-Anlagen bei den Stadtwerken oder Pestalozzi-Schule gespeist werden könnten. Auch Joachim Bender (SPD) setzte auf E-Mobilität und schlug ein E-Bike für die Stadtverwaltung als Dienstfahrzeug vor: "Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen!" Ein Warnschild für Autofahrer in Stifterslohe am neuen Waldkindergarten sah Bettina Moser (SPD) aus Sicherheitsgründen als nötig an.

Den Schlusspunkte setzte Joachim Bender: Er erkundigte sich nach der Unterführung in Obersdorf, die von der Bahn ja nicht verbreitert wird. "Ist nicht wenigstens eine Beleuchtung oder ein Blinklicht möglich?" Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn hatte Neuigkeiten parat: "Die Bahn als Eigentümerin hat jetzt zugestimmt, die Stadt darf auf eigene Kosten dort eine Innenbeleuchtung anbringen!"
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