An Kirchen herrscht kein Mangel

Besonders "der Pfiff", der die Veranstaltungsreihe Kirche & Wirtshaus noch etwas aufpeppt, macht Laune. Die Organisatoren und Verantwortlichen stellten das heuer vier Termine umfassende Programm vor. Bild: Huber
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
09.03.2015
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Gottes- und Wirtshäusern wird in Bayern eine untrennbare Beziehung nachgesagt. Unter Besucherrückgängen leiden beide. Die dörfliche Gastronomie sogar spürbarer. Sie verschwindet still und leise. Kirchen und Kapellen fristen derweil ein Dasein als sakrale Kleinodien.

(zm) In diesem Spannungsfeld bewegt sich die 2002 im Landkreis aufgelegte Veranstaltungsreihe Kirche & Wirtshaus, inzwischen auch "mit Pfiff". Das ist quasi jeweils das Sahnehäubchen drauf, meist in Form eines Orgel-, Instrumental- oder Gesangsstücks nach einer fachkundigen Führung durch einen meist nicht allzu bekannten Sakralbau in der Region. Danach geht's ins Wirtshaus. Doch das wird inzwischen eher zum Problem, hat Johann Bauer als Erfahrung machen müssen.

Der Pastoral- und Bildungsreferent der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Amberg-Sulzbach stellte zusammen mit Mitstreitern in einer Pressekonferenz die Termine für dieses Jahr vor. Das ist dahingehend neu, weil bisher die Sulzbach-Rosenberger Kulturwerkstatt für die Organisation verantwortlich zeichnete.

"Nun haben die Veranstaltungsreihe die beiden kirchlichen Bildungswerke übernommen", bezog Bauer seine Kollegin vom Evangelischen Bildungswerk (EBW), Maja Berendes, mit ein. Mit im Boot geblieben ist die Kulturwerkstatt schon, darüber hinaus sind die AOVE sowie die Tourismusabteilungen des Landkreises und der beiden Städte Amberg und Auerbach beteiligt.

Die Nachfrage ist da

Bauer hat bei der Zusammenstellung des Programms bald gemerkt, dass es leichter ist, eine geeignete Kirche als das dazugehörige Wirtshaus zu finden. Oftmals gebe es schlichtweg keines mehr am Ort ("Es werden immer weniger") oder der den Gastronomen abverlangte Obulus von 150 Euro wird als zu hoch empfunden.

Nachvollziehen kann das der Organisator der für heuer aufgelegten vier Veranstaltungen nicht. Die Nachmittage (Beginn jeweils 16 Uhr) seien in der Regel gut besucht, verweist er auf üblicherweise 60 bis 120 Teilnehmer der bisherigen Veranstaltungen.
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