Anwohner kritisieren die Abholzung entlang der St.-Anna-Straße
Ärger über die "Komplettrasur"

Das Zurückschneiden an der St.-Anna-Straße brachte einige Anwohner in Rage. Sie beschwerten sich jetzt bei der Stadt. Bild: Gebhardt
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
12.03.2015
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"Man hätte erklären können, warum diese radikale Maßnahme nötig ist, vielleicht hätten wir es verstanden und so akzeptieren können. Jetzt fällt es uns schwer, irgendeinen Sinn in dieser Aktion zu sehen, und wir sind einfach nur schockiert und verärgert!"

"Zu radikal"

Klare Worte der Anwohner aus der Sudetenstraße an die Stadt: Der Bewuchs am Hang entlang der St.-Anna-Straße wurde ihrer Meinung nach viel zu radikal gestutzt (wir berichteten). "Die Bepflanzung hinter unseren Häusern am Fuße des Hangs, die uns bisher als Sicht-und Lärmschutz zur St.-Anna-Straße diente, ist komplett abrasiert worden." Von einer Komplett-Entfernung sei keine Rede gewesen, nur von Baumpflegemaßnahmen.

Warum Sichtschutz weg?

Jetzt haben die Anwohner schriftlich Fragen an die Stadt gestellt: "Wer hat so eine Radikal-Maßnahme angeordnet, und warum entfernt man vollständig eine Bepflanzung, die den Häusern als Sichtschutz dient? Von der Straße aus hat nun jedermann freie Sicht in unsere Gärten, Kinder- und Badezimmer!"

Selbst wenn sie wollten, könnten sie keine (bezahlbare) Lärmschutzwand oder Ähnliches hinter den Häusern aufstellen lassen. "Jetzt hören wir auf unseren Terrassen und in den Schlafräumen anstatt Vogelgezwitscher Straßenlärm." Auch den Tieren sei einer der wenigen wichtigen Rückzugsräume genommen worden. In dem Hang hätten sich bisher Vögel, Eichhörnchen, Igel, Bienenschwärme und sicher unzählige andere Tierarten aufgehalten - mitten in der Stadt eine kleine grüne Idylle.

"Angeblich sollte der Hang, zu unserer Sicherheit und der unserer Häuser, von den Weißdornsträuchern/-bäumen befreit werden." Doch es seien zwischen den vereinzelten Weißdornpflanzen sehr viele andere Sträucher gewachsen, die keine Bedrohung für die Häuser dargestellt hätten. Sinnvoll wäre es gewesen, so die Anwohner, vorher mit ihnen Kontakt aufzunehmen, um vielleicht einen Kompromiss zu finden.
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