AOVE übergibt Ratgeber an Landrat und OB
Hilfe bei Demenz

Oberbürgermeister Michael Cerny, Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer, Katja Stiegler (beide AOVE) und Landrat Richard Reisinger (von links) präsentieren den Amberg-Sulzbacher Demenzratgeber. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
15.07.2015
5
0
"Wo bekomme ich Hilfe?" Diese Frage stellt sich unmittelbar, wenn Menschen an Demenz erkranken. Mit dem Ziel, Angehörigen von Erkrankten einen Überblick über die Hilfsmöglichkeiten zu geben, hat die AOVE-Koordinationsstelle "Alt werden zu Hause" einen Demenzratgeber erstellt.

Unbürokratische Hilfe

Im Kontext dieses vom Bundesfamilienministerium geförderten Projekts haben sich die AOVE sowie zahlreiche Kooperationspartner in den vergangenen zwei Jahren regelmäßig zu einem "Runden Tisch Demenz" getroffen. Ziel der Zusammenkünfte war und ist es, Menschen mit Demenz und deren Angehörigen verstärkt zur Seite zu stehen, vorhandene Angebote zu bündeln sowie langfristige Netzwerkstrukturen aufzubauen.

Einig war man sich, dass zur Umsetzung dieser Ziele auch die Erstellung einer Infobroschüre gehört, die aufzeigt, wo Erkrankte sowie Angehörige schnell und unbürokratisch Hilfe und Unterstützung erhalten können, und zwar in der Region. Nach umfassenden Recherchen präsentierten Waltraud Lobenhofer und Katja Stiegler von der AOVE-Geschäftsstelle nun den fertigen Ratgeber Landrat Richard Reisinger und Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny. "Es war uns ein großes Anliegen, Demenzerkrankten und ihren Angehörigen die Suche nach entlastenden Hilfen und konkreten Informationen zu erleichtern", sagte Lobenhofer.

Aus diesem Grund konzentriert sich die Broschüre neben Inhalten wie Krankheitsbild oder Leistungen der Pflege- und Krankenversicherung auf eine Sammlung von Angeboten: Fachärzte und -kliniken, Beratungsstellen, Anbieter von Angehörigengruppen und Gesprächskreisen, von Schulungen, Betreuungsgruppen und Nachbarschaftshilfen, Seniorenheime und Pflegedienste inklusive Leistungen und Einzugsgebiet sowie weitere nützliche Stellen. Das Ganze natürlich thematisch sortiert.

Auch per Internet

Reisinger und Cerny zeigten sich begeistert von der übersichtlichen Zusammenstellung und dankten Lobenhofer und Stiegler für die engagierte Arbeit. Im Gegenzug zeigte sich Lobenhofer über die Finanzierung durch die Stadt und den Landkreis erfreut, ohne die die Realisierung des Projekts nicht möglich gewesen wäre. An die Bevölkerung richteten die Anwesenden den Appell, "möglichst frühzeitig Beratung und Hilfe in Anspruch zu nehmen". Der Demenzratgeber liegt bei allen Kommunen, Sozialstationen, Kliniken, Seniorenheimen und neurologischen Fachärzten der Region aus. Sollte die Broschüre vergriffen sein, ist sie auch bei der AOVE (09664/95 24 67 oder info@ aove.de) erhältlich. Darüber hinaus kann sie per Link zu www.altwerdenzuhause.de heruntergeladen werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8669)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.