Arbeitnehmer in der SPD: Das Ziel Sozialstaat weist noch etliche Lücken auf
Da ist noch viel Luft drin

Karl-Heinz König (Zweiter von links) bleibt Afa-Unterbezirksvorsitzender Amberg-Sulzbach/Neumarkt. Im Vorstand unterstützten ihn als Beisitzer Hubert Süß (links) und (sitzend von links) Marianne Bonatis, Michaela Süß und Petra Schilling sowie (hinten, stehend von links) Holger Joschki, Werner Scharl und Albert Lukas. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
20.11.2014
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Der gesetzliche Mindestlohn und die Rente mit 63 seien Schritte in die richtige Richtung. Das Ziel Sozialstaat lasse aber noch lange auf sich warten. So lautete der Tenor der Hauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD, Unterbezirk Amberg-Sulzbach/Neumarkt. So prangerte im Gasthaus Kummertbräu Vorsitzender Karl-Heinz König - Betriebsratsvorsitzender beim Rohrwerk Maxhütte - an, dass in seiner Branche Kollegen nach einem Arbeitsleben im Schichtdienst durchaus mit 900 Euro Rente dastehen könnten.

Bei fälligen Neuwahlen wurden er und seine Stellvertreterin Brigitte Bachmann einhellig bestätigt. König hatte zuvor in seinem Rechenschaftsbericht auf mehrere Treffen mit AfA-Bundesvorsitzendem und Bundestagsabgeordneten Klaus Barthel in Berlin verwiesen. Der Parlamentarier sei zudem bei einer eigenen Veranstaltung in Breitenbrunn aufgetreten. Leiharbeiter könnten nach wie vor nicht in Kurzarbeit gehen, sprach König ein weiteres Thema an, das die AfA vor Ort beackert.

Udo Fechtner, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg, stellte in einem Kurzreferat seine DGB-Gewerkschaft vor und verwies als jüngsten Erfolg im Bezirk, bei ATU Weiden einen Betriebsrat installiert zu haben. Bei größeren Betrieben, so Fechtner, gehe es Arbeitnehmern oft besser als in kleinen. Und: "Ich bin gespannt, was ab Januar los ist, wenn der Mindestlohn gilt." König und Fechtner gingen auch auf die Situation mit der potenziellen Krebsgefährdung durch die frühere Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg ein.

Arbeit schon, Sport nicht

Es sei bedenklich, wenn sich niemand darüber aufrege, dass Arbeitnehmer jahrzehntelang dem Einfluss schädlicher Stoffe ausgesetzt gewesen seien, ein 24-Stunden-Radrennen aber wegen Gesundheitsgefahr abgesagt werde. Viele ehemalige Maxhütte-Arbeiter litten unter Krebs, die IG Metall und die SPD Sulzbach-Rosenberg wollten deshalb klären, ob Krebs in diesen Fällen als Berufskrankheit anerkannt werden könne. "Falls die Berufsgenossenschaft das ablehnt, haben IG-Metall-Mitglieder Sozialrechtsschutz", so Fechtner.

Bei anstehenden Neuwahlen wurden König und Bachmann bestätigt, Beisitzer sind: Marianne Bonatis, Andreas Gabler, Holger Joschko, Albert Lukas, Petra Schilling, Michaela Süß, Hubert Süß und Werner Scharl.
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