Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach stolz auf Klimaschutzkonzept mit vielen Maßnahmen
Satter Gewinn für die Umwelt

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
05.06.2015
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Ihre Koordinierungsstelle "Alt werden zu Hause" hat die Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE) ebenso ausgebaut wie touristische Angebote. Klimaschutz und Energiewende spielen nach wie vor eine große Rolle. Über all diese Projekte und weitere Aktivitäten im vergangenen Jahr sprachen Hans-Martin Schertl, AOVE-Vorsitzender und Bürgermeister von Vilseck, sowie Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Goldener Greif in Edelsfeld.

Schertl erklärte, dass die AOVE seit September 2013 in dem vom Bundessozialministerium geförderten Projekt "Lokale Allianzen für Demenz" tätig ist. Etabliert wurden regelmäßige Treffen für pflegende Angehörige. An neuen Tätigkeitsfeldern listete er unter anderem die interkommunale Koordination der Voraussetzungen für den Breitbandausbau und das landwirtschaftliche Hauptwirtschaftswegenetz auf. Ferner informierte er über Bewerbungen für die "Nachhaltige Stadt-Umland-Entwicklung" von 2014 bis 2020 und für die Ökomodellregion Amberg-Sulzbacher Land, deren Erfolg erst kürzlich Landwirtschaftsminister Helmut Brunner bei einer Feierstunde in München gewürdigt hatte.

Auf LED umgerüstet

Bei der Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes wurde laut Lobenhofer mit Unterstützung des AOVE-Klimaschutzmanagers, dessen Anschlussförderung als eine der ersten bundesweit bewilligt wurde, die Straßenbeleuchtung einiger Kommunen auf LED umgerüstet. Die Aktion Heizungspumpenaustausch in Kooperation mit der Stadt Sulzbach-Rosenberg mit über 530 ausgewechselten Pumpen wertete sie als großen Erfolg. Zusammen sparen beide Maßnahmen ihren Worten nach über 650 Megawattstunden Strom pro Jahr ein.

Außerdem berichtete die Geschäftsführerin von den Energiegesellschaften der Arbeitsgemeinschaft: Seit der Inbetriebnahme der ersten Photovoltaik-Anlagen im Jahr 2003 (inzwischen sind es elf) hätten die AOVE-Bürgersonnenkraftwerke über 3000 Megawattstunden Strom erzeugt. Lobenhofer wertete dies als satten Gewinn für die Umwelt und - mit einer Verzinsung von zehn beziehungsweise vier Prozent - auch für die Anleger.

Die Energiegenossenschaften der AOVE leisteten ihren Beitrag zum Umweltschutz, indem sie ungenutzte Abwärme von Biogasanlagen verwenden. Bei der AOVE-Bio-Energie konnte nach Angaben der Geschäftsführerin Ende 2014 ein Teilabschnitt des Fernwärmenetzes Hirschau-Nord ans Netz gehen.

Auszeichnung für AOVE

In Freihung sei mit dem Ausbau der Dr.-Hans-Raß-Straße der dritte Bauabschnitt erfolgt. Schwerpunkt der AOVE-Bürger-Energie im vergangenen Jahr sei der Bau des Fernwärmenetzes Kemnath am Buchberg (Stadt Schnaittenbach) gewesen. Aufgrund von Verzögerungen, bedingt durch eine höhere Anzahl an Anschließenden, sei es später als geplant in Betrieb gegangen. 2014 wurde die AOVE für den Energie-Einsatz vom bayerischen Wirtschaftsministerium als "Gestalter der Energiewende" ausgezeichnet.
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