Arbeitskreis zeigt Weg zu nachhaltiger Entwicklung
Gemeinsam geht's

Diese Bildungs- und Umweltexperten arbeiteten fünf Monate lang an Ideen für die Bewerbung zum Qualitätssiegel "Bildungsregion". Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
28.12.2014
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Rund 20 Bildungs- und Umweltexperten verabschiedeten im Senatssaal der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) in Amberg das Abschlussdokument "Bildung für nachhaltige Entwicklung" für die Bewerbung des Landkreises und der Stadt Amberg zum Qualitätssiegel "Bildungsregion". Ihr Fazit: Nachhaltige Entwicklung muss Allgemeinbildung werden, denn Klimaschutz, nachhaltiger Konsum, Naturschutz und globale Gerechtigkeit lassen sich lernen. Dazu, so die lokalen Akteure in einer Pressemitteilung, gebe es in der Region schon sehr viele Projekte, aber die strukturelle Verankerung müsse verbessert werden.

Fünf Monate lang wurde die lokale Situation unter die Lupe genommen: Inwieweit besteht Handlungsbedarf bei kommunalen Konzepten und Leitbildern, Netzwerken und Kooperationen von Nachhaltigkeits-Akteuren sowie bei Projekten von Bildungsträgern?

Schon Leuchttürme da

Die Bestandsaufnahme ergab, dass es bereits eine ganze Reihe von Kooperationsverträgen etwa zwischen der Umweltstation Ensdorf, dem Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) und der OTH gebe; zudem sorgten "Leuchtturmprojekte" - zum Beispiel seitens der Landkreis-Volkshochschule - sowie kommunale Klimaschutzkonzepte für solide inhaltliche und strukturelle Rahmenbedingungen. Gleichwohl kristallisierten sich einige Kernbereiche heraus, in denen es Handlungsbedarf im Hinblick auf die Stärkung einer nachhaltigen Gestaltungskompetenz gibt: von notwendigen interkommunalen Abstimmungen im Hinblick auf gemeinsame Ziele und Handlungsfelder über die Einbindung wichtiger Schlüsselakteure wie weiterführender Schulen und Kitas bis zu einer Gesamtstrategie von Landkreis und Stadt Amberg.

Nach Unesco-Vorgabe

Zugleich empfiehlt die Arbeitsgruppe, die lokalen Anstrengungen eng an den Anspruch der UN-Dekade 2005 bis 2014 bzw. ihrer Nachfolgestrategie zu koppeln. Der jüngst von der Unesco verabschiedete Zielkatalog eines Weltaktionsprogramms 2015 bis 2019 decke sich mit den von der Arbeitsgruppe erarbeiteten Maßnahmen und Projektvorschlägen: Dabei geht es etwa darum, Bildungseinrichtungen bei der Entwicklung eines Nachhaltigkeitsprofils zu unterstützen, Qualitätsindikatoren zu entwickeln sowie Lehrende und Multiplikatoren zu qualifizieren. Zudem brauchten junge Menschen innovative Lerngelegenheiten, um nachhaltig handeln zu können.
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