Asylbewerber: Zahl liegt jetzt bei 518

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
09.05.2015
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Derzeit sind im Landkreis 518 Asylbewerber und Flüchtlinge untergebracht (davon 21 unbegleitete Jugendliche). Sie stammen aus 17 Herkunftsländern und sind in 55 dezentralen Wohnungen sowie in zwei Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Ihre Anzahl erhöht sich täglich. Das erläuterten bei der Kreisvertreterversammlung der Frauen-Union Dr. Norbert Vogl, Gertraud Mertel und Georg Jobst vom Landratsamt.

Bayernweit werden heuer 300 000 bis 500 000 Neu- und Folgeanträge erwartet. Dies bedeute für den Landkreis eine Zunahme von 400 bis 650 Personen. Der überwiegende Teil stamme aus dem Kosovo und aus Syrien. Ihre Verteilung erfolgt nach dem "Königsteiner Schlüssel" von der Regierung auf die Landkreise. Der Einfluss des Landkreises auf die Belegung sei sehr begrenzt. Erster Ansprechpartner für den Landkreis sind die Gemeinden. Ein großes Problem bei der Gemeinschaftsunterbringung sei wegen der unterschiedlichen Kulturen die Gemeinschaftsverpflegung. Viel Hilfe bei der Betreuung leisteten Ehrenamtliche mit niederschwelligen Sprachkursen, Fahrdiensten, Sachspenden und Freizeitangeboten. In fünf Übergangsklassen werden im Landkreis und in der Stadt Amberg ausländische Schüler unterrichtet.

Zum Asylverfahren hieß es, dass 69 Prozent der Anträge abgelehnt werden. Die Anerkennungsquote führten Bewerbern aus Syrien mit 89 Prozent an, für das Kosovo liege sie bei fast Null. Ein Problem sei nach der Anerkennung die Wohnungssuche. Die finanzielle Ausstattung von Asylbewerbern liege beim Existenzminimum in Höhe eines Hartz-IV-Regelsatzes. Insgesamt lebten derzeit im Landkreis rund 4000 Ausländer.
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