Atemlos und mit viel Flair

Sulzbach-Rosenberg bietet vielfältige sportliche Möglichkeiten.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
19.05.2015
2
0

Sechs weiß gekleidete Frauen brachten den verirrten Grafen Gebhard einst auf eine Anhöhe. So begann die Geschichte von Sulzbach. Die Herzogstadt gestern und heute - beim Sommerfest der Kindertagesstätte St. Anna wurde dies in Szene gesetzt.

(bba/lz) Der Familienvater bekommt eine neue Arbeitsstelle und die Familie muss dafür nach Sulzbach-Rosenberg umziehen. Anfängliche Skepsis wich bald frohen Erwartungen, denn hier erwartet die Familie eine Herzogstadt mit Flair: "Atemlos durch die Stadt - in Sulzbach-Rosenberg geht's ab; diese Stadt mag ich so sehr, ist ne Herzogstadt mit Flair", sang zum Sommerfest der Kindertagesstätte St. Anna die neue rock-poppige Nachwuchs-Band der Einrichtung mit Hingabe und Heimatverbundenheit.

Mit Rathaus und Schloss

Seit Monaten liefen schon die Vorbereitungen, basierend auf dem Jahresthema der Einrichtung "Sulzbach- Rosenberg - dou bin I dahoam". Die Eltern hatten ein überdimensionales Bühnenbild mit Rathaus und Schloss gezaubert und alle kleinen Schützlinge der Tagesstätte kamen in verschiedenen Rollen der Rahmengeschichte zum Einsatz. Sehr viele Besucher honorierten den Fleiß und den Einsatz des pädagogischen Personals, zahlreicher Eltern und vor allem der Kinder. Dann startete eine herzliche, aber auch originelle Geschichte über die Herzogstadt - eine 60-minütige Hommage an Sulzbach-Rosenberg.

Diese startete historisch mit der Jagdleidenschaft des Grafen Gebhard aus Kastl und erzählte vom Adeligen und seinem Gefolge, der Jagd zu Pferd auf einen Eber, die ihn schließlich vom Weg abkommen ließ. Sechs weiß gekleidete Frauen brachten den verirrten Grafen auf eine Anhöhe und dort entdeckte er das heutige Gebiet der Stadt: "So a scheener Ort, da geh i nimmer fort" und "so a scheener Fleck, da geh i nimma weg". Die Kinder berichteten vom Wappen, den sechs Lilien auf rotem Grund, und der Grundsteinlegung des Grafen für eine Stadt mit heute knapp 20 000 Einwohnern.

Angenehmes Leben

Fleißige Hände kümmerten sich in der Vergangenheit und sorgen sich in der Gegenwart um ein möglichst angenehmes Leben für die Einwohner. Institutionen für das Allgemeinwohl wie Krankenhaus, Polizei und Feuerwehr wurden ebenso dargestellt wie die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten von Spielplätzen über den Stadtpark, das Schwimmbad oder die Sportvereine - und die lebhaft gespielten Geschichten wurden passend musikalisch untermalt. Die breite Platte reichte weiter vom Turnen über Fitness oder Boxen bis hin zum Skaten.

Mit einem Schulsketch erläuterten die jungen Schauspieler das vielfältige Bildungsangebot bis hin zur Erwachsenenbildung. Aber auch für Spaß, Tanz und Humor ist in Sulzbach-Rosenberg gut gesorgt: Die Kinder ließen Brauchtum und Kirwa Revue passieren: "Hans bleib do, Du woaßt ja net wia's Wedder wird!?"

Die Familie freute sich jedenfalls nach diesen Berichten über ihre "neue Heimat" und die Kinder ließen es stimmungsvoll mit ihrer rockigen Band "atemlos" ausklingen. Sehr langer Beifall lohnte eine außergewöhnliche, liebevolle Darbietung.

Leiterin Denis Faraud bedankte sich bei den vielen Helfern und bekam für die Organisation Blumen von Erzieherin Christiane Rösch überreicht. Mit einer Tombola, Kinderspielen und Aktionen rund um Spiel und Spaß sowie einer perfekten kulinarischen Versorgung durch den Elternbeirat endete das Sommerfest.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.