Auch die Farbe fehlt nicht

Die Zunftstäbe in der Hohenburger Pfarrkirche St. Jakobus zeigen Heiligenfiguren. Sie wurden früher von den Zünften bei Prozessionen mitgetragen. Bild: bö
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
10.09.2015
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2014 war das Motto beim Tag des offenen Denkmals schlicht die Farbe. Heuer geht es um "Handwerk, Technik, Industrie". Das Programm in Amberg und im Landkreis zeigt aber, dass es dabei keineswegs weniger bunt zugehen muss als vor einem Jahr.

Ein Programmpunkt, der noch in der Broschüre zum Denkmaltag am Sonntag, 13. September, genannt ist, muss jedoch entfallen: das Steinmetz- und Restauratorenhandwerk an der Basilika St. Martin kann doch nicht gezeigt werden. Grund dafür ist nach Angaben der Stadt, dass mit den Steinmetzarbeiten noch nicht begonnen wurde.

Stadt Amberg

Altes Handwerk: derSteinmetz

Die Firma Claussner & Rauch beschriftet als lebende Werkstatt ein Marterl und stellt altertümliche Steinmetzwerkzeuge aus.

11 bis 13 Uhr; Führung: Bernhard Rauch; Ort: Claussner & Rauch GmbH, Fuggerstraße 38.

Handwerk des Mittelalters

Der Verein für erlebte Geschichte Cantus Ferrum bietet Informationen und Vorführungen zu verschiedenen Handwerksbereichen im Mittelalter. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das historische Baudenkmal Vilstor zu besichtigen.

13 bis 17 Uhr; Führung: Verein für erlebte Geschichte Cantus Ferrum; Ort: Vilstor, Jesuitenfahrt 8.

Kleines Wassermuseum Am Anger - Wasserversorgung früher und heute

1893 war die Geburtsstunde einer flächendeckenden Trinkwasserversorgung für ganz Amberg - das Pumpwerk Am Anger ging in Betrieb. Heute nutzen die Stadtwerke noch den Wasserhochbehälter. Das Pumpwerk ist als Museum erhalten. Die Führung gibt Einblicke in die Technik der damaligen Wasserversorgung.

14 bis 16 Uhr; Führungen: 14 und 15 Uhr durch Thomas Lotter, Wassermeister; Treffpunkt: Kleines Wassermuseum Am Anger.

Die Dampfmaschine imehemaligen Maschinenhaus der Malteserbrauerei Amberg

Das 1905 erbaute Gebäude war Zentrum der Energieversorgung der Brauerei. Im Kellergeschoss befanden sich die Kesselanlagen, die die Dampfmaschine mit Wärme versorgten. Durch Transmission wurden Maschinen und Aggregate angetrieben, so wurde zum Beispiel auch Stangeneis zur Kühlung des Bieres erzeugt. Zu jeder halben Stunde wird die Dampfmaschine für 15 Minuten in Gang gesetzt und erklärt.

14 bis 16 Uhr; Führung: Helmut Weigl; Treffpunkt: Malteserplatz 20.

OffeneGoldschmiede-Werkstatt

Die Meisterwerkstatt wird geöffnet. Vorführung von Grundtechniken des Goldschmiede-Handwerks (Schmelzen und Löten) in Gold und Silber.

14 bis 16 Uhr; Führung: Sebastian von der Recke, Goldschmiedemeister; Treffpunkt: Meister-Goldschmiede, Paulanergasse 14.

Mut zum Hut.Wie entsteht ein Hut?

Vorführung durch Eleonore Fuchs von der Firma Baier-Hüte Amberg.

14 bis 16 Uhr; Führung: Antonia und Eleonore Fuchs; Ort: Foyer Stadtmuseum Amberg.

Alles Blech -Amberger Emailgeschirr

Die Amberger Firma Gebrüder Baumann (1872-1986) entwickelte sich von einem Spenglerbetrieb des 18. Jahrhunderts zu einer der bedeutendsten Emailwarenfabriken des 20. Jahrhunderts. Besucher erfahren Interessantes zur Familien-/Firmengeschichte, zur Herstellung der Waren und lernen die Produkte in ihrer Formenvielfalt kennen.

14 bis 15 Uhr; Führung: Klaus Haußmann, Ammerthal; Ort: Stadtmuseum Amberg.

Bier brauenim Wandel der Zeit

Ein Streifzug durch 5000 Jahre handwerkliches Bierbrauen. Es werden Einblicke in eine junge Hausbrauerei gewährt, die die Tradition der handwerklichen Kommunbrauer der Oberpfalz fortsetzen möchte.

16 bis 18 Uhr; Führung: Arno Diener; Treffpunkt: Sudhang Hausbrauerei, Am Südhang 7; Anmeldung: über die VHS (10-238).

Anrührende Trauer -aus dem Katalog

Auf unseren Friedhöfen treffen wir auf überlebensgroße Figuren. In patiniertem Kupferton, hergestellt in Galvanotechnik, sind sie ein Industrieprodukt des frühen 20. Jahrhunderts. Bei einer Führung über den Dreifaltigkeitsfriedhof werden die Teilnehmer die Fülle an Galvanoplastiken entdecken und Interessantes zur Herstellung und Verbreitung erfahren.

16.30 bis 17.15 Uhr; Führung: Beate Wolters, Stadtheimatpflegerin; Treffpunkt: am Dreifaltigkeitskircherl, Ecke Regensburger Straße und Pfistermeisterstraße.

Amberg-Sulzbach

Auerbach-Nitzlbuch: Bergbaumuseum Maffei-Schächte

Die Grube Nitzlbuch war eines der bedeutendsten Eisenerzbergwerke Bayerns, die Fördertürme sind die ältesten ihrer Bauart in Bayern. Die Erschließung der Doppelschachtanlage begann 1904 und erreichte eine Teufe von 141 Metern. Bis zur Stilllegung 1978 wurden aus diesen Gruben rund 16 Millionen Tonnen Erz gefördert.

15 bis 17 Uhr; Führungen: laufend durch Fritz Raß und Peter Schreg.

Edelsfeld-Eberhardsbühl: Goglhof

Meisterstücke des Handwerks: Fenstergewölbe vom Maurer, profilierter Unterzug mit optischer Täuschung vom Zimmermann, handgeschmiedetes Scharnier vom Schmied und seltenes, altes, bäuerliches Gerät.

14 bis 17 Uhr; Führungen: 14, 15, 16 Uhr durch Ortsheimatpflegerin Margarete Jäkel.

Etzelwang-Kirchenreinbach: Schloss Kirchenreinbach

30-minütige Führungen durch das Schloss.

14 bis 18 Uhr; Führungen: laufend durch Ortsheimatpfleger Leonhard Ehras und Karl Lehnerer.

Gebenbach: Pfarrhof

Führungen durch den 1596 errichteten und 1968 letztmalig renovierten Renaissancebau.

13 bis 15 Uhr; Führungen: 13 und 14 Uhr durch Ortsheimatpfleger Albert Rösch. Anschließend Besuch des Mausbergfestes möglich.

Hohenburg: St. Jakobus

Die Kirche St. Jakobus zu Hohenburg und ihre Zunftstäbe.

14 bis 17 Uhr; Führungen: 14, 15 und 16 Uhr durch Ortsheimatpflegerin Ines Kämmler.

Kastl: HeimatmuseumFranz Weiß

Landwirtschaftliche Arbeiten im Jahreslauf: bäuerliche Geräte, deren Bezeichnung und Verwendung auf dem Hof und dem Feld.

14 bis 16 Uhr; Führungen: laufend durch die Besitzerin Anna Maria Weiß.

Neukirchen: Bräukeller

Zu den wenigen Spuren jahrhundertealter Brautradition gehört der Lagerkeller am sogenannten Totenbergl unweit der ehemaligen Braustätte. Einst beliebte Sommerwirtschaft mit Kegelbahn, öffnet der Bräukeller erstmals wieder. Letztmals bot der rund 50 Meter lange und 200 Quadratmeter große Keller in den Kriegstagen des April 1945 der Bevölkerung Schutz und Zuflucht. Das Bierbrauen in Neukirchen wurde 1941 eingestellt und das Brauhaus 1968 abgebrochen.

14 bis 17 Uhr; Führungen: laufend durch Heimatpfleger Walter Schraml. Zwischen den Führungen werden Getränke sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Treffpunkt: Keglerheim an der Schönlinder Straße (östlicher Ortsausgang).

Schmidmühlen-Winbuch:Alte Dorfschmiede

Führungen durch die original erhaltene und noch voll funktionsfähige alte Dorfschmiede aus den Nachkriegsjahren.

13 bis 17 Uhr; Führungen: ab 14 Uhr stündlich durch Ortsheimatpfleger Josef Popp und Erwin Gural; Treffpunkt: Galchinger Weg 4.

Sulzbach-Rosenberg:Schaustollen Max

Der Schaustollen spiegelt das Geschehen in den Bergwerken der Maxhütte wider.

14 bis 17 Uhr; Führungen : laufend durch ehemalige Bergleute; Treffpunkt: Theodor-Heuss-Straße.

Sulzbach-Rosenberg:Historische Druckerei Seidel

Führungen durch die ehemalige Druckerei, Druckvorführungen, Buchbinderei.

14 bis 17 Uhr; Führungen: laufend durch Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer; Treffpunkt: Luitpoldplatz 4.

Sulzbach-Rosenberg:Historisches Pflasterzollhaus

Führungen durch das ehemalige Pflasterzollhaus.

14 bis 17 Uhr; Führungen: laufend durch das Stiber-Fähnlein; Treffpunkt: Auf der Schanze.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.tag-des-offenen-denkmals.de programm
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