Auerbach rückt näher ran

Der Bus kommt! Wenn es nach den Mitgliedern des Zweckverbandes Nahverkehr Amberg-Sulzbach geht, immer öfter. Am Dienstag machte die Verbandsversammlung in Amberg den Weg für eine bessere Anbindung der Stadt Auerbach frei. Bild: Huber
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.02.2015
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Im Landkreis ganz oben - da liegt das schöne Auerbach. Ab dem Frühjahr wird die Stadt für die Bewohner des Umlands ein gutes Stück besser zu erreichen sein. Dafür haben Kommunalpolitiker nun den Weg frei gemacht.

Auerbach bekommt in den nächsten Monaten zwei neue Busverbindungen. Das hat die Versammlung des Zweckverbands Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS) am Dienstag in Amberg einstimmig beschlossen. Aufatmen können vor allem die Beschäftigten des Elektrogeräte-Herstellers ZF (früher Cherry), die ihr Auto gerne stehen lassen wollen. Für sie verkehrt künftig an Werktagen ab Sulzbach-Rosenberg ein Bus, der den Firmenstandort um 5.55 Uhr erreicht - fünf Minuten vor Beginn der Morgenschicht.

Mit Firma abstimmen

"Mit dieser Zusatzleistung können alle Berufstätigen aus Sulzbach-Rosenberg, Edelsfeld und Königstein für die erste Schicht auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen", erklärte ZNAS-Geschäftsführer Hans-Jürgen Haas vor der Verbandsversammlung. Erklärtes Ziel des ZNAS sei es, vor allem Großbetriebe besser an das Buslinien-Netz anzubinden. Eine Mitarbeiterbefragung bei ZF habe ergeben, dass sich etwa 100 Beschäftigte vorstellen könnten, das Angebot zu nutzen. "Das wäre eine schöne Sache", sagte Haas. Allerdings sind noch abschließende Gespräche mit der Unternehmensleitung zu führen. Denn die Verbandsräte möchten sicherstellen, dass Autofahrer nicht bevorzugt werden. Sollte es also Vergünstigungen für Mitarbeiter geben, die mit dem Privat-Wagen zur Arbeit fahren, müssten diese auch für Bus-Pendler gelten.

Der ZNAS investiert in die Anbindung des ZF-Werkes rund 18 300 Euro pro Jahr. Die zweite Verbesserung für Auerbach schlägt mit 13 500 Euro pro Jahr zu Buche. Die Verbandsversammlung - den Vorsitz hat der Amberger Oberbürgermeister Michael Cerny inne - genehmigte auf der gleichen Route (Sulzbach-Rosenberg-Edelsfeld-Königstein-Auerbach) ein Fahrtenpaar zwischen 10 und 11 Uhr sowie eines zwischen 14 und 15 Uhr an Samstagen. Das Angebot richte sich vor allem an Besucher des Kreiskrankenhauses St. Johannes und Leute aus der Umgebung, die in Auerbach einkaufen wollen. Auch gegen diese Neuerung gab es keinen Widerspruch im Gremium.

Schwachstellen ermitteln

Die gesamte Nahverkehrsplanung muss aufgrund gesetzlicher Vorgaben auf den Prüfstand. Erster Schritt ist laut Haas eine Schwachstellenanalyse. Zusammen mit einem Sachverständigenbüro ermittelt der ZNAS, wo es im öffentlichen Nahverkehr Defizite gibt und welche Ziele im Optimalfall erreicht werden sollen. Breiten Raum nahm bei der Sitzung die Diskussion darüber ein, welche Kriterien bei dieser Schwachstellenanalyse gelten sollen.
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