Auf den Spuren von Jan Hus durch Böhmen

In Sodomer bestaunte die KEB-Reisegruppe das riesige Denkmal des Hussiten-Generals Jan Zizka. In diesem Ort schlug er seine erste Schlacht und entwickelte dabei die ungewöhnliche Taktik der Wagenburg. Bild: std
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
25.06.2015
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. (std) Mit 17 Teilnehmern machte sich die KEB auf den Weg nach West- und Südböhmen, um dort auf die Spuren des Reformators Jan Hus zu stoßen. Der war vor 600 Jahren beim Konzil in Konstanz verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden. Ortskundiger Spurensucher war Pavel Koura aus Klatovy (Klattau) - dort begann die fünftägige Studienreise. Zunächst zeigten sich die Spuren der Hussitenkämpfe, die auf die Verbrennung von Hus folgten. Jan Zizka war der Heerführer der Hussiten, gegen den die katholischen Verbände nichts ausrichten konnten. Ihm waren Denkmäler auch in Domazlice (Taus), in Sodomer, in der Hussitenstadt Tabor und in Prag gewidmet.

In Prag stieß man auf die Spuren von Hus selbst: das Denkmal auf dem Altstädter Ring, dem Zentrum Prags, und die Bethlehems-Kapelle, wo er Predigten vor bis zu 3000 Zuhörern hielt und seine reformatorischen Thesen verbreitete. Diese griff 100 Jahre später Martin Luther wieder auf und konnte sie durch den aufkommenden Buchdruck wesentlich weiter verbreiten.
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