Auf Widerstand zugehen

Die neue Spitze des CSU-Arbeitskreises Umwelt Amberg-Sulzbach (von links): Hans Braun, AKU-Bezirksvorsitzender Klaus Hofbauer, Josef Schönberger, Helmut Kraus, Florian Junkes, Franz Richter, Hans Seitz, der stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Dr. Patrick Fröhlich, Markus Dollacker, CSU-Kreisvorsitzender Dr. Harald Schwartz und AKU-Kreisvorsitzender Sebastian Schärl. Bild: bö
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.07.2015
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"Mit Mut in die Energiezukunft" - das gab der CSU-Arbeitskreis Umweltsicherung und Landesentwicklung (AKU) bei der Jahreshauptversammlung in Kauerhof als Parole aus. Er übersah dabei aber nicht, dass es Widerstände gegen den Umbau der Energieversorgung gibt.

Der AKU begreife die Energiewende im Landkreis als Chance und wolle sie konsequent mitgestalten, sagte der wiedergewählte Arbeitskreis-Vorsitzende Sebastian Schärl (Adertshausen). "Wir wollen den Umbau auf regenerative Energien in allen drei Sektoren im Landkreis - Strom, Wärme und Elektromobilität - entschieden voranbringen", betonte er.

Zu den Widerständen gegen den Umbau bemerkte der Kreisrat, der Klimawandel, der Atomausstieg oder die Abhängigkeit von Energieimporten seien schlagende Argumente, die Energiewende weiter voranzutreiben. Sie finde in den Landkreiskommunen längst statt. Überall würden Ideen realisiert, die jedes Jahr ein Stück mehr Autonomie und Selbstverantwortlichkeit für die Energieversorgung schafften. In den Gemeinden packten die Bürger an. Schärl: "Sie setzen dort entschlossen mit ihren Energiegenossenschaften und Wärmenetzen die Strom- und Wärmewende um und beenden die fatale Abhängigkeit von Öl. Der Klimaschutz kennt keine Grenzen, schon gar keine Verwaltungsgrenzen." Die Stadt Amberg und der Landkreis seien ein Wirtschaftsraum. Der AKU fordere eine Stadt-Land-Kooperation, die beim Umbau des Energiesystems in eine Richtung wirke. Neue Formen der Energieversorgung und -nutzung erforderten neue Blickwinkel auf Kooperationen.

Nach Einschätzung von Schärl wird jetzt nach dem energiepolitischen Spitzengespräch in Berlin der Netzausbau weitergehen. Die Koalitionäre hätten erkannt, dass er gegen den Willen großer Teile der Bevölkerung nicht zu realisieren sei. Erfreulich sei deshalb, dass der Vorrang der Erdverkabelung oder die Nutzung von Bestandstrassen die Akzeptanz des Netzausbaus fördere. Dadurch dürften die Stromnetze früher fertig werden, was Zeit und im Ergebnis Geld spare. Der Trassenverlauf sei erst klar, wenn der Bundestag im Herbst den Endpunkt der sogenannten Süd-Ost-Passage bestätigt habe.

Sebastian Schärl wurde bei der Neuwahl als Vorsitzender des Arbeitskreises bestätigt. Seine Stellvertreter sind Roland Strehl und Markus Dollacker, Schriftführer ist Florian Junkes. Zu Beisitzern gewählt wurden Hans Braun, Josef Schönberger, Helmut Kraus, Franz Richter, Brigitte Trummer, Paul Wied und Hans Seitz.
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