Aufbruch zur "Neuen Mitte"

Der Päpstin im Hintergrund wird es sicher egal sein, dass die Tage der alten Videothek gezählt sind. Bürgermeister Michael Göth (rechts) und Liegenschaftsamtsleiter Jürgen Winter jedenfalls freut es, dass mit dem Abriss dieses Gebäudes bald ein Schandfleck in Rosenberg der Vergangenheit angehören wird.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
13.10.2015
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Es geht es um die Aufwertung von Rosenberg. Die Feinuntersuchung der Ortsmitte liegt nun vor. Mit der Waage und der Videothek rücken dabei im Zentrum an der Hauptstraße zwei Objekte besonders in den Fokus. Bei einem davon sollen jetzt auch die Bürger die Zukunft mit planen.

Quasi als Teil des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) nahm sich die Urban Management System GmbH (ums) die Feinuntersuchung der Ortsmitte Rosenbergs vor. Dafür floss Geld aus der Städtebauförderung von Bund und Land sowie von der Regierung aus dem Sachgebiet Städtebau. Betrachtet wurde dabei ein Hektar der Ortsmitte.

Die Experten beschäftigten sich dabei unter anderem in der Analyse mit Gebäudenutzungen, Sanierungsstand, Baustruktur und städtebaulichen Missständen oder dem fließenden und ruhenden Verkehr. Unter dem Konzept firmieren allgemeine Sanierungs- und Entwicklungsziele, der städtebauliche Rahmenplan sowie Objektuntersuchungen und ein Maßnahmenkatalog.

Städtischer Besitz

Im Vorgriff der Bürgerversammlung am Montag, 19. Oktober, stellten Bürgermeister Michael Göth und Liegenschafts-Leiter Jürgen Winter mit der Waage und der ehemaligen Videothek zwei Objekte vor, die sich mittlerweile in städtischem Besitz befinden. Während letztere Parkflächen weichen wird (SRZ berichtete), um Teil der "Neuen Mitte" Rosenbergs zu werden, seien bei der Folgenutzung der Waage mehrere Varianten möglich.

Beim Pressetermin machten die Vertreter der Stadt deutlich, dass es dort Möglichkeiten gibt für eine öffentliche Nutzung - etwa als Standort der Stadtbibliothek, seniorengerechtes Wohnen oder als Angebot für Kinder, Jugendliche und Vereine. Selbst eine Gastronomie sei dort nicht undenkbar, vorausgesetzt, ein geeigneter Investor würde auftreten. Jedenfalls hoffen Göth und Winter auf viele Vorschläge am Montag, um die Bürgerbeteiligung weiter zu festigen.


Verschiedene Programme

Im Rückblick erinnerten beide gegenüber der SRZ an die Programme zur Entwicklung Rosenbergs. Sie verwiesen unter anderem auf die Umnutzungen von Zentralbüro und Übergangswohnheimen, Sanierung der Hennebergstraße, des Ortskerns und der Kurzmühle sowie auf den gelungenen Neubau des evangelischen Pfarrhofs im vergangenen Jahr. Jürgen Winter verwies auch auf den Sanierungsstand im Prüfgebiet: Laut der beauftragten ums besteht von 32 untersuchten Gebäuden bei 22 kein, bei sieben teilweiser und bei drei voller Sanierungsbedarf. Bei letzteren handelt es sich um die Waage, die Videothek und das herrenlose Gebäude Hennebergstraße 1. "Das sind auch die einzigen Leerstände in diesem Bereich in Rosenberg", merkte der Liegenschaftsamtsleiter abschließend an.
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