Aus nie versiegenden Quellen

Neupriester Adam Karolczak freute sich über den ihm bereiteten Empfang am Annaberg. Bild: thl
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
02.07.2015
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Ein freudiger Tag für die Pfarrei St. Marien Sulzbach war der Empfang des Neupriesters Adam Karolczak auf dem Annaberg. Nicht nur der Himmel freute sich darüber - auch die ganze Pfarrgemeinde tat dies und feierte mit.

Im Dom zu Regensburg wurde Karolczak von Diözesanbischof Rudolf Voderholzer zum Priester geweiht. Seine Heimatpfarrei St. Marien Sulzbach hat den Neupriester am Sonntag auf dem Annaberg einen herzlichen Empfang bereitet. Der Primiziant, begleitet von seinen Eltern, wurde unter großem Beifall von Mitgliedern der Kirchenverwaltung, des Pfarrgemeinderates, den Schwestern von St. Barbara, den Vereinen und Verbänden mit Fahnenabordnungen und von vielen Gläubigen willkommen geheißen - ebenso von Dekan Walter Hellauer, vom Festprediger, Domdekan Dr. Max Hopfner, und von Kaplan Xaver Becher. Mädchen und Buben des Kindergartens St. Marien und des Kinderchors erfreuten den Primizianten mit Liedern und überreichten einen Blumenstrauß.

Fruchtbarer Boden

Pfarrgemeinderatssprecher Richard Reisinger gratulierte dem Neupriester zu seiner Weihe: "Wir freuen uns, dass du diesen Weg gewählt hast. Du bist jetzt ein Glied in der Kette, das den Ruf unsere Pfarrei festigt: Hier ist ein fruchtbarer Boden für den Priesterberuf."

Unter Glockengeläut zogen die Geistlichen mit Ministranten und Gläubigen zur Wallfahrtskirche, um die Dankvesper zu feiern. Hier dankte Hellauer dem Primizianten, dass er sich entschieden habe, sich als Priester in den Dienst Jesu Christi in der Kirche zustellen: "Mögest du mutigen Herzens in die dir unbekannte Zukunft deines priesterlichen Dienstes gehen. Im Vertrauen darauf, wohin dieser Weg auch führen wird, du wirst bereits von Gott erwartet. Am Anfang dieses Weges steht aber die Feier deiner Primiz, die wir in den nächsten Tagen mit gemeinsamer Freude feiern."

"Das ist der Tag des Herrn, den Gott gemacht hat. Lasst uns jubeln und seiner uns freuen", leitete Apostolischer Protonotar Domdekan Dr. Max Hopfner seine Predigt ein. Es sei sinnvoll, Neupriester Karolczak beim Empfang in seiner Heimatgemeinde in St. Marien zu begleiten. Für ihn persönlich sei es eine große Freude, mitfeiern zu dürfen: "Zu dieser Ehre komme ich, weil ich geistlicher Beirat der Regensburger Studentenverbindung Pontana (die Brücke) bin, und du als Pontane sollst in deinem weiteren Leben ein großer Brückenbauer sein, ein Brückenbauer zwischen Gott und den Menschen."

Oft verschüttet

Freude und Dankbarkeit gehörten zu unserem alltäglichen Leben. Echte Freude werde aus nie versiegenden Quellen gespeist. Die Psalmen, der Wegschatz der Kirche, führten uns hin zur wahren Freude. Zu den Freuden, die letztlich in Gott verankert sind. Leider sei diese Quelle in unserer Gesellschaft oft verschüttet. Statt der Freude Platz zu geben, haderten wir über unser Schicksal und unsere Unvollkommenheit. "Statt sich aufs Wesentliche zu konzentrieren und auf unseren Glauben zu schauen. Auch in unserer Kirche trifft dies oft zu dass wir nur die Unzulänglichkeiten sehen und dies in den Vordergrund rücken."

Entscheidend sei es, Gott zu loben: "Das ist unser Amt, denn Gott hat uns in seinem Sohn Jesus Christus den Glauben gebracht. Unser christlicher Glaube hat einen Namen, hat ein Gesicht - Jesus Christus. Auch beim Priesteramt geht es nicht um Karriere und Vorteil um bessere Stellung, Christus im Leben bezeugen, Christus verkünden, das ist unsere Pflicht."

Als Brückenbauer

Christus habe besonders Menschen im Priesteramt Schutz und Beistand zugesichert. Christus zum Freund zu haben, das sei eine unversiegbare Quelle, das sei erfreulich. Der Prediger schloss mit folgenden Sätzen: "Das soll dich, lieber Neupriester, als Brückenbauer und auch uns begleiten durch das Leben. Lasst uns jubeln und freuen. Denn diesen Tag hat der Herr gemacht."

Nach Fürbitten und Psalmen dankte der Neupriester allen, die zum Annaberg gekommen waren, und Dr. Hopfner für seine beeindruckende Predigt. Danach spendete er den Primizsegen. Musikalisch mitgestaltet wurde die Vesper vom Kirchenchor St. Marien unter Leitung von Steffen Kordmann. Dekan Hellauer lud am Ende zu Umtrunk und Begegnung vor der Bergkirche ein.
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