Ausstellung zeigt Wege aus der Abhängigkeit, aber auch deren Schrecken
Einfach menschlich: Sucht

Die Macher der Ausstellung und "Premierengäste". Von links: Gerhard Fleischmann (Gesundheitsamt), Stefan Wittmann (DAK), Dr. Roland Brey (Gesundheitsamt), Klaus Haschberger (Ausstellungsleiter), Brigitte Conchedda (Wirtschaftsschule Amberg), Landrat Richard Reisinger und Peter Welnhofer (Gregor-Mendel-Gymnasium). Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
17.04.2015
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Ein Baum mit vielen verzweigten Ästen und auf jedem Ast steht eine Sucht: Alkoholsucht, Magersucht, Eifersucht, um nur drei Beispiele zu nennen; die Liste lässt sich aber beliebig verlängern. Die Wanderausstellung "Einfach menschlich - von Menschen mit Süchten" des Vereins Suchtprävention und Genesung nimmt sich dieses Themas an. Seit Dienstag gastiert die Schau im Landratsamt.

Zu Wort kommen knapp 100 ehemalige Süchtige. Sie und auch ihre Angehörigen sowie Freunde präsentieren die etwas andere Ausstellung und zeigen, wie sie persönlich den Weg gefunden haben, ohne Sucht zu leben. Bei der Ausstellung geht es nicht nur um die Suchtmittel, so Gesundheitsamtsleiter Dr. Roland Brey, vielmehr stelle sich die Frage, wie man überhaupt süchtig wird.

Und selber?

"Einfach menschlich" zeigt erlebbar und erfahrbar, wie jeder in die Suchtspirale geraten kann. Die Besucher sind eingeladen, über das eigene Verhalten nachzudenken oder mit Ausstellungsleiter Klaus Haschberger, der auch Klassen- und Gruppenführungen anbietet, zu sprechen.

Die Schau wurde vom Verein "Suchtprävention und Genesung" gestaltet und wird von der DAK, dem bayerischen Gesundheitsministerium und der Sieglinde-Nothacker-Stiftung Regensburg unterstützt. Die Schau richtet sich vor allem an junge Menschen ab 16 Jahren, aber auch an Erwachsene. Angesprochen werden sollen Eltern und Jugendliche, Schüler und Lehrer, Süchtige und Nicht-Süchtige gleichermaßen.
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