Azubis sind "Herz und Seele"

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
07.10.2014
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Das St.-Anna-Krankenhaus hat 22 neue Azubis. Als Willkommensgeschenk gibt's eine Schultüte. Die Nachwuchskräfte sollen viel lernen. Wissen steht allerdings nicht an oberster Stelle. Es gibt noch eine Sache, auf die der Arbeitgeber mehr Wert legt.

Auch heuer beginnen an der Berufsfachschule für Krankenpflege am St.-Anna-Krankenhaus 22 Schüler eine Ausbildung im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege.

Umbau im Krankenhaus

Zusammen mit zwei medizinischen Fachangestellten gehört damit das Kommunalunternehmen zu den größten Ausbildungsbetrieben in der Region, hieß es bei der Einführungsveranstaltung.

Bei der Ankunft in der Eingangshalle begrüßten Schulleiter Hans-Jürgen Bruhn und Klassenleiter Reiner Klopsch die Neulinge. Die Auszubildenden hätten sich einen klugen und vernünftigen Beruf ausgewählt, sagte Landrat Richard Reisinger. Zwar müssten durch die Umbaumaßnahmen am Krankenhaus in den nächsten Jahren Baulärm und damit verbundene Einschränkungen geduldig ertragen werden. Doch auf der anderen Seite zeigten diese Investitionen, welche Bedeutung ein modernes und zukunftsträchtiges Krankenhaus für den Landkreis habe.

Die Auszubildenden und die späteren Pflegekräfte, die das Herz und die Seele eines Krankenhauses darstellen, seien in einer familiären Schule wie der des St.-Anna-Krankenhaus keine Nummer, sondern würden als Menschen Ernst genommen, versicherte der stellvertretende Vorstand des Kommunalunternehmens Roland Ganzmann. Wenn sie in der Ausbildung Patienten in Ausnahmesituationen begleiten, würden sie sicher manchmal an ihre Grenzen stoßen, aber sich auch persönlich weiterentwickeln.

Die Menschlichkeit stehe im Leitbild der Krankenhäuser im Landkreis Amberg-Sulzbach an oberster Stelle, betonte Personalleiterin Christine Arnold. Neben der Wissensvermittlung seien Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft im täglichen Miteinander bedeutsam, denn damit könnten manche Probleme leichter gelöst werden.

Interne Anleiter

Einen guten Start und eine erfolgreiche Ausbildung in einer kleinen, aber feinen Schule, wünschte die Oberin der Schwesterschaft Wallmenich-Haus vom BRK in Amberg, Brigitte Wedemeyer den "Neuen". Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis würden sie hervorragend begleitet. Dazu müsse aber auch das eigene Engagement der Schüler kommen, um einen erfolgreichen Abschluss zu erreichen.

Es könne nicht hoch genug eingeschätzt werden, dass das Kommunalunternehmen in der glücklichen Lage sei, viele intern ausgebildete Praxisanleiter zu stellen, erläuterte Pflegedienstleiterin Inge Nösner. Noch besser wäre es natürlich, wenn nach dem Examen möglichst viele der Auszubildenden im Kommunalunternehmen bleiben würden.

Im Anschluss verschafften sich die Schüler bei einem Rundgang einen Überblick über die neue Ausbildungsstelle. Höhepunkt war dabei im Kennenlern-Café das Überraschungsgeschenk, eine Schultüte, die die Schüler des zweiten Ausbildungsjahre für die "Neulinge" gebastelt hatten.
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