Band "TrioLogie" um MuK-Chef Gerald Ludwig begeistert im Capitol
Verrückte Show mit Spezial-Einkaufswagen

Die Band "TrioLogie" gibt Gas und rockt die Bühne mit zum Teil unkonventionellen Instrumenten: Tassen, Dosen, Eimern, Leitern und natürlich Einkaufswägen. Bild: aja
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
11.05.2015
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Wer kennt ihn nicht, den Sketch, der nur ein kurzes und prägnantes Stichwort braucht, um die einzelnen Szenen wieder vor das geistige Auge zu rufen: Hurz! Damit hat einst Hape Kerkeling ein Stück Fernsehgeschichte geschrieben.

Inspiriert von dieser locker-flockigen Art hat sich Gerald Ludwig, Leiter des Musik- und Kulturzentrums (MuK) Rosenbergs, mit zwei ehemaligen MuK-Schülern zur Band "TrioLogie" fusioniert und ein bisher einzigartiges Programm entwickelt: die Green-Wiiis-Tour. "Wir wollen Sie heute symphonietechnisch auf den neuesten Stand bringen", erklärte der MuK-Chef freudig. Doch das Konzept der "Fahrstuhlmusiker" begann bereits vor der Begrüßung zu wirken. Mini-Einkaufswägen bahnten sich geräuschvoll ihren Weg durch die Menge bis nach vorne zur Bühne.

Oben angekommen, wurden sie gegen E-Bass, Schlagzeug und das selbst kreierte Instrument "e4pp Black Edition" eingetausch: ein großer Einkaufswagen, der mit Dosen, Kanistern, Eimern, Töpfen, Regenrohren und Tassen gefüllt ist, auf denen man wie wild trommeln kann. Klingt verrückt? Das ist es - und genau das macht dieses Trio so einmalig. Spezial-Effekte wie Nebel und Scheinwerfer in wechselnden Farben verstärkten die Geschichten, die in den einzelnen Liedern erzählt wurden. Sie interpretierten bekannte Hits auf ihre ganz persönliche Art und Weise, getreu ihrem Motto: Percussion meets strings.

Logenplatz angeboten

Die Musiker nahmen die Gäste mit in eine Einkaufspassage. Alles begann im Erdgeschoss, in der Parfümerie. Dort lockten sie eine Frau ohne Begleitung in ihre Lounge. "Wir haben hier Blumen, einen Sonnenschirm, einen Liegestuhl, eine grüne Decke und einen Sex-on-the-Wiiis-Cocktail für Sie. Bis zur Hälfte des Konzerts ist dies Ihr Logenplatz. Einzige Bedingung: enthusiastisch ausflippen", merkte Ludwig grinsend an. Beim "Freedom-Song" durfte das Publikum den Refrain singen. Es folgte das erste Schlagzeug-Solo in der Geschichte von Thilo Hierstetters Kleinkunstbühne.

Uli Wießnet gab Vollgas und trommelte, was das Zeug hielt. Dieser junge Kerl trumpfte zudem mit einer "Ledda", eine Alu-Leiter, auf, die für einen ausgesprochen groovigen Klang sorgte. Andi Stöcker beeindruckte mit seinem präzisen Spiel am E- bzw. Kontrabass. Durch seine gute Spielweise hatten die Drummer freie Hand und konnten ihre Klangwerkstatt voll präsentieren. Und das zum Wohlgefallen des Publikums.
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