Begehrt auf dem Markt

Stellvertretender Innungsobermeister Andreas Schönberger (links) und stellvertretender Bezirksobermeister Manfred Rauscher (rechts) ehrten Josef Brummer, der über 30 Jahre im Prüfungsausschuss tätig war, die letzten Jahre davon als Vorsitzender. Bilder: gf (2)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
21.02.2015
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Alle Auszubildenden für den Beruf eines Metallbauers, Fachrichtung Konstruktionstechnik, haben die Gesellenprüfung bestanden. Besonders freute sich Hendrik Leuthmetzer: Er war mit 85,42 Punkten und der Note 2 Prüfungsbester. Seine Lehre hatte er im Metallbau-Betrieb Hans-Jürgen Müller in Kümmersbruck absolviert.

Während vor zehn Jahren Ausbildungsplätze gesucht waren, seien heute Handwerksbetriebe um jeden Auszubildenden dankbar, meinte Oberbürgermeister Michael Cerny bei der Freisprechungsfeier der Metall-Innung Amberg-Sulzbach am Donnerstagabend im Haus des Handwerks. Der Gesellenbrief gelte als Fundament für eine berufliche Karriere. Wer gar noch einen Meisterbrief in Händen habe, sei begehrter denn je auf dem Arbeitsmarkt.

"Metallbau ist mehr als nur Schweißen und Löten", unterstrich Innungsobermeister Manfred Rauscher. Vor 25 Jahren seien die heutigen Metallbauer noch als Schlosser und Schmiede bezeichnet worden. Das Berufsbild habe sich gewandelt, die früheren Schlosser und Schmiede hätten sich auf verschiedene Tätigkeiten spezialisiert. Immer noch stehe die Metallbearbeitung im Vordergrund, wenn es um Herstellung oder Montage von Metalltreppen, Türen, Fenstern oder sonstigen Konstruktionen aus Stahl gehe. Den Beruf bezeichnete Rauscher als vielseitig. Neben typischen Arbeiten in Werkstatt oder -halle seien Einsätze auf wechselnden Baustellen erforderlich. Und dort erwarte der Kunde Flexibilität.

Motivierte Metallbauer könnten es zum Metallbaumeister oder Baumeister der Feinwerkmechanik bringen, aber auch zum geprüften Techniker, selbst zu einem Studium an Fachhochschule oder Universität. Als größte Herausforderung für das Handwerk bezeichnete er den Fachkräftemangel. Nicht unter den Tisch kehren dürfe man den Rückgang abgeschlossener Ausbildungsverträge. Kreishandwerksmeister Hans Weber sprach davon, dass mit der Gesellenprüfung ein Berufsetappenziel erreicht worden sei. Damit hätten die jungen Metallhandwerker Kompetenz und Wissen unter Beweis gestellt. Als qualifizierte Facharbeiter seien sie begehrt auf dem Arbeitsmarkt. Zu den Absolventen sagte Weber, dass sie die Möglichkeit der Weiterbildung nicht außer Acht lassen dürften. Die Zeugnisse und Gesellenbriefe überreichten OB Michael Cerny, Kreishandwerksmeister Hans Weber, Josef Brummer als Vorsitzender des Prüfungsausschusses und Innungsobermeister Manfred Rauscher. Geehrt bei der Freisprechungsfeier wurde Josef Brummer, der seit Mai 1983 ehrenamtlich dem Prüfungssausschuss angehört und im Mai das Amt des Vorsitzenden abgeben wird. Acht Amtsperioden habe Josef Brummer durchgehalten, lobte Manfred Rauscher und überreichte ihm die Verbandsnadel des Metallverbands Bayern.
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