Bei Jesus daheim

Der aus Sulzbach stammende Domvikar Thomas Helm (Mitte) war Festprediger am Tag der Ehe und Familie auf dem Annaberg. Bild: thl
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.07.2015
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Am Tag der Ehe und Familie auf dem Annaberg stand das Zuhause im Mittelpunkt der Betrachtungen. Auch die Festpredigt hielt einer, der heimgekommen war: Der aus Sulzbach stammende Domvikar Thomas Helm.

Die Predigt zum Festgottesdienst am Tag der Ehe und Familie rankte sich um den Bibelspruch "Kommet und seht!" aus dem Johannes-Evangelium. Bei der Erzählung lädt Jesus seine Jünger zu sich nach Hause ein. "Meister, wo wohnst du?", hätten seine Anhänger Jesus gefragt. Helm führte aus, dass es den Jüngern um weit mehr gegangen sei, als die Wohnsituation Jesu. Sie hätten wissen wollen: "Woher stammt er? Wie lebt er? Wer ist er, dieser Jesus von Nazareth?"

Einladung für alle

Mit den Worten "Kommet und seht!" habe Jesus eine Einladung für alle Zeiten bis auf den heutigen Tag ausgesprochen. "Die Jünger damals sind dieser Einladung gefolgt. Auch wir sind von Jesus Christus eingeladen, zu ihm zu kommen und bei ihm zu sein", sagte der Domvikar. Aus der Nähe zu Jesus könnten die Menschen Kraft schöpfen für den Alltag, "ob als Priester und Ordensleute, ob als Eheleute und Eltern und auch als Alleinstehende, egal in welcher Lebensform wir leben".

Berufung bedeute nicht nur Berufung zum Priester oder zum geweihten Leben. "Alle sind wir vom Herrn zu etwas in dieser Welt berufen. Unsere Aufgabe ist es, die eigene ganz persönliche Berufung zu erkennen und ihr zu folgen." Auch Eheleute, auch Väter und Mütter, hätten eine Berufung. "Sie sollen mit ihrem Leben Zeugnis von Gott geben und ihren eigenen Glauben den Kindern mit auf den Weg geben. Sie haben wesentlich Anteil an der Zukunft unserer Kirche."

Ehepaare gesegnet

Zur Messe hatten sich neben dem Festprediger auch Dekan Walter Hellauer sowie die Pfarrer Martin Nissel, Konrad Kummer, Klaus Haußmann, Lorenz Hägler und Kaplan Franz Becher um den Freialtar versammelt. Die Blechbläser der Berufsfachschule für Musik unter der Leitung von Norbert Lodes und Kantorin Brunhilde Lommer sorgten für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes.

Am Ende der Festmesse dankte Dekan Hellauer dem Musikensemble und sprach Thomas Helm ein "Vergelt's Gott" für sein Kommen aus. Zur Erinnerung überreichte er ihm einen Kunstführer über die Pfarrei St. Marien. Nach dem Totengedenken und dem abschließenden St.-Anna-Lied lud Dekan Walter Hellauer zur Einzelsegnung der Ehepaare in die Wallfahrtskirche ein.
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