Bekenntnis zum Standort

Der gewerkschaftliche Organisationsgrad liegt im Rohrwerk Maxhütte, das zur Aicher-Gruppe gehört, bei 94 Prozent. Hier am Produktionsort im Stadtteil Rosenberg wünschen sich die Arbeitnehmervertreter Investitionen für die Zukunft.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
19.05.2015
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Das Rohrwerk hängt am Metalltarif der Eisen- und Stahlindustrie Nordrhein-Westfalens. Dieser sah zum 1. Mai eine Lohnerhöhung von 1,7 Prozent vor. Laut Betriebsratsvorsitzendem Karl-Heinz König wollte das die Geschäftsführung nicht umsetzen. Dagegen machte die IG Metall mobil.

Wie der stellvertretende VK-Leiter Jürgen Schlegel und König bei einer Flugblattaktion am Dienstag versicherten, sei der hohe gewerkschaftliche Organisationsgrad auch im Rohrwerk ausschlaggebend für den Erfolg der Arbeitnehmer. "Die Bereitschaft der Rohrwerkbeschäftigten, ihre Interessen nötigenfalls mit Kampfmaßnahmen zu wahren, und die Vielzahl von IG Metall-Mitgliedern haben zur Durchsetzung der zweiten Anhebungsstufe der Löhne und Gehälter wesentlich beigetragen", gab sich König überzeugt. Im Oktober ende die Laufzeit der derzeit gültigen Lohn- und Gehaltsabkommen.

Tarifvertrag gilt weiter

Der Betriebsratsvorsitzende erinnerte daran, dass auf Druck der Belegschaft des Rohrwerks der im Dezember 2012 gekündigte Haus- und Anerkennungstarifvertrag zum 1. April 2013 wieder gültig wurde. Erstmals könne dieser zum 30. Juni 2016 gekündigt werden. "Beide Seiten hatten bekräftigt, sich an das Tarifwerk zu halten. Wer sich nicht daran gehalten hat, ist Max Aicher. Er wollte uns die 1,7 Prozent Lohnerhöhung nicht bezahlen. Wir Rohrwerker wollen eine Zukunft, deshalb muss hier als Bekenntnis zum Standort investiert werden", machte König deutlich.
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