Beschäftigte des St.-Anna-Krankenhauses fordern "Mehr von uns ist besser für alle"
Verdi zeigt mit Pflegenden Flagge

Mit einem Transparent machten die Krankenhaus-Beschäftigten auf ihre Anliegen aufmerksam. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
19.05.2015
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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten des St.-Anna- Krankenhauses zu einem Aktionstag aufgerufen. Zum Internationalen Tag der Pflegenden fordern diese ausreichend Personal und faire Bezahlung. Vorneweg trugen die Kollegen ihr Transparent unter dem Motto "Mehr von uns ist besser für alle".

Qualifizierte Tätigkeit

Pflege sei eine qualifizierte und verantwortungsvolle Tätigkeit, hieß es nun dazu in einer Pressemitteilung. "Eine Pflegefachkraft muss mindestens 3000 Euro Grundvergütung im Monat erhalten", sagte Manuela Dietz, Verdi-Gewerkschaftssekretärin vom Bezirk Oberpfalz.

"Es kann nicht sein, dass eine Kollegin, die lebenslang Menschen pflegt, später selbst in Altersarmut gerät", ergänzte Stefan Christau, Verdi-Vertrauensmann aus Sulzbach-Rosenberg. Verdi fordert verbindliche Personalschlüssel in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen. Wer Angehörige im Krankenhaus oder Altenpflegeheim habe, wisse aus eigener Erfahrung, wie wenig Personal eingesetzt werde. Viele Beschäftigte machten mit ihrem hohen persönlichen Einsatz den Personalmangel wett und zahlten dies oft mit ihrer eigenen Gesundheit. "Die Belastungsgrenze bei uns ist seit langem überschritten", so beschreiben Verdi-Vertrauensleute die Situation. Der Entwurf der Bundesregierung zur Krankenhausreform im April habe die Beschäftigten tief enttäuscht. Gerade einmal eine Pflegestelle mehr pro Krankenhaus sei 2016 vorgesehen, klagte Manuela Dietz. "Die Arbeit mit und für Menschen hat deutlich mehr Anerkennung verdient", betont Verdi-Bundesvorsitzender Frank Bsirske.
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