Birgland und Illschwang erhalten Förderbescheide
Breitband im Birgland

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.05.2015
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Der Ausbau von schnellem Internet läuft in ganz Bayern auf Hochtouren, so auch im Landkreis Amberg-Sulzbach. Vor kurzem übergab Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder in Nürnberg Förderbescheide für den Breitbandausbau an die Gemeinden Birgland und Illschwang. Sie erhalten eine Fördersumme von 761 226 Euro bzw. 469 356 Euro.

Entscheidender Standortfaktor

Gemeinsam mit Etzelwang haben damit bereits drei Gemeinden im Landkreis Amberg-Sulzbach ihre Förderbescheide erhalten. Der Landkreis Amberg-Sulzbach gehörte ohnehin zu den ersten Landkreisen in ganz Bayern, die alle Kommunen im Förderverfahren hatte.

Landrat Richard Reisinger begrüßt diese Entwicklung. Ziel sei ein schnelles Internet im gesamten Landkreis, nicht zuletzt weil Schüler für ihre häusliche Arbeit darauf zurückgreifen müssten, sagte Reisinger, der in der digitalen Vernetzung eine Chance sieht, die Lebensverhältnisse und Lebensqualität im Amberg-Sulzbacher Land noch weiter aufzuwerten.

"Schnelles Internet gehört in der heutigen Zeit zum Standard und ist für Firmen ein mitentscheidender Faktor bei der Standortwahl", so der Landkreischef. Mit den zusätzlichen Geldern gelte es nun, die Infrastruktur schnellstmöglich flächendeckend auszubauen.

Zweites Verfahren

Überglücklich zeigte sich die Bürgermeisterin der Gemeinde Birgland, mit dem Förderbescheid des Freistaates das schnelle Internet verwirklichen zu können. Bis spätestens Ende Oktober rechnet Brigitte Bachmann "mit der Fertigstellung des ersten Schritts des Breitbandausbaus".

Und auch ihr Illschwanger Amtskollege Dieter Dehling freut sich, dass das Verfahren zum Breitbandausbau inzwischen soweit fortgeschritten ist und damit die ersten rund 800 Haushalte in der Gemeinde mit schnellem Internet bedient werden können. Zwischenzeitlich habe der Gemeinderat beschlossen, ein zweites Verfahren zu beginnen, um weitere Gemeindeteile von Illschwang zu versorgen, so Dehling.

Für den Bürgermeister gehört schnelles Internet heute genauso zur Grundversorgung wie Strom und Wasser.

22,7 Millionen Euro

Mit dem neu aufgelegten Förderprogramm stehen für ganz Bayern insgesamt 1,5 Milliarden Euro für den Breitbandausbau zur Verfügung. Für den Landkreis Amberg-Sulzbach und die Stadt Amberg sind es bis zu 22,7 Millionen Euro.

Bayernweit engagieren sich laut Finanz- und Heimatminister Söder bereits mehr als 85 Prozent (1.754) aller Kommunen im Förderverfahren; in Niederbayern und der Oberpfalz sind es allein 96 Prozent aller Gemeinden.

Mit den nun übergebenen Bescheiden starten bereits 296 Kommunen mit einer Gesamtfördersumme von rund 94,5 Millionen Euro in den Breitbandausbau. In der gesamten Oberpfalz haben 48 Gemeinden ihre Bescheide mit einer Gesamtfördersumme von 17,6 Millionen Euro erhalten.

Autobahn statt Kiesweg

"Unsere massiven Vereinfachungen des Programms, die bessere Beratung und die Erhöhung der Fördersummen zeigen deutlich Wirkung. Wir wollen Datenautobahnen statt digitaler Kieswege", so der Heimatminister.
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