Bis zu 65 Jahre bei der SPD

Lokales
Sulzbach-Rosenberg
04.12.2015
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Heutzutage ist die Mitgliedschaft in einer Partei nicht mehr selbstverständlich. Die Sozialdemokraten ehrten daher in der Mitgliederversammlung viele treue Genossen.

Bürgermeister Michael Göth ermutigte die zu Ehrenden: "Sie können stolz auf das Geleistete sein." Altbürgermeister Gerd Geismann zeigte die vergangenen Jahre anhand des inhaltlichen Werdegangs der SPD auf. Und ein paar Anmerkungen zur aktuellen Kommunalpolitik gab es auch noch. Für den SPD-Ortsverein Sulzbach-Rosenberg war es die letzte Mitgliederversammlung 2015. Zum weihnachtlichen Rahmenprogramm beim Sperberbräu gehörten nachdenkliche Bezüge zur aktuellen Politik, Grußworte von Mandatsträgern, vor allem aber die Ehrung langjähriger Mitglieder. Die Genossen haben das SPD-Parteibuch zwischen 25 und 65 Jahre in der Tasche.

Historischer Rückblick

Den Teil der Ehrung übernahm Altbürgermeister Gerd Geismann. Dieser lieferte einen historischen Rückblick. Er zeigt auf, wie sich die SPD als Programmpartei in den Jahren der Eintritte der Jubilare bis heute positioniert, verändert und auch bewahrt hat.

SPD-Ortschef und Fraktionsvorsitzender Joachim Bender betonte in seiner Rede die Bedeutung des Artikels 1 des Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Dies gelte für alle Menschen, auch für jene, die bei uns Schutz suchen würden. Die Integration der Asylbewerber werde nur gelingen, wenn niemand mehr gegeneinander ausgespielt werde. Deshalb mahnte Bender: "Diskussionen, die jetzt wieder angestoßen werden, über Ausnahmen beim Mindestlohn etwa für anerkannte Flüchtlinge, wird es mit der SPD nicht geben."

Bürgermeister Michael Göth ging auf die Vergangenheit der städtischen Entwicklung ein. Mit Stolz dürfe die SPD auf viele Jahre blicken, in denen sie nun das Amt des Bürgermeisters in der Herzogstadt bekleide. Die Erfolge sozialdemokratischer Politik seien in Sulzbach-Rosenberg deutlich messbar: "Aktuell liegen wir mit einer Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent bei rechnerischer Vollbeschäftigung. Und wir alle wissen, wo wir nach dem Maxhütten-Konkurs herkamen."

Deutlich verärgert

Bezüge zu aktuellen politischen Geschehnissen gab es zum Ende hin. Deutlich verärgert ist man bei den Sozialdemokraten über das Nein zur Weiterbeschäftigung des städtischen Klimaschutzmanagers durch das Votum von CSU, FDP und der Freien Wählern im Stadtrat. Bender formulierte es deutlich: "CSU, FDP und Freie Wähler haben sich offenbar von der Energiewende verabschiedet." Diese Stadtratsentscheidung sei traurig und schade. Die SPD habe das ohne eigene Mehrheit nicht verhindern können.

Zur Ehrung standen schließlich an für 25 Jahre Mitgliedschaft: Elvira Braun, Annemarie Krüger, Jörg Schlötter, Werner Trepesch, Stefan Wendl; für 40 Jahre: Walter Leonhard Dirrigl, Dieter Koppmeier, Hans Sigfried Luber, Helene Schwarz, Horst Zagel; für 50 Josef: Friedrich Biersack, Herbert Göth, Hans Kopp, Johann Pirner, Hans Thurner; für 60 Jahre Franz Kick sowie für 65 Jahre Mitgliedschaft Manfred Leiss.
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