Bischof Rudolf Voderholzer weiht zwei junge Männer zu Diakonen
In Liebe den Menschen dienen

Nach der Weihe vor dem Pfarrheim: (von links) Diakon Adam Karolczak, Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer und Diakon Martin Popp. (Bild: thl)
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
08.12.2014
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Der heilige Bischof Nikolaus von Myra war ein sehr frommer Mann. Alle Legenden berichten, dass er sich den Armen und Ausgestoßenen zuwandte. Sein diakonisches Wirken ist bis heute beispielhaft - besonders für zwei Männer.

In der Stadtpfarrkirche St. Marien weihte Bischof Rudolf Voderholzer am Nikolaustag zwei junge Männer zu Diakonen. Begleitet wurden die Weihekandidaten Adam Karolczak und Martin Popp von den Alumni und Scholaren des Priesterseminars St. Wolfgang, von ihren Familien, Freunden und Wegbegleitern. Zu der großen Festgemeinde zählten auch der evangelische Dekan Karlhermann Schötz sowie Landrat Richard Reisinger und viele weitere Vertreter des öffentlichen Lebens.

Dekan Walter Hellauer erklärte, "die Aufgabe eines Diakons ist es, in Liebe den Menschen und der Kirche allgemein zu dienen".

Bischof Voderholzer erinnerte in seiner Homilie daran, wie Nikolaus Bischof von Myra wurde: Ein Mann hatte geträumt, dass der erste, der am Morgen zum Beten in die Kirche kommen würde, zum Bischof berufen werden solle. Diese Legende erläuterte das Wesen der Berufung, so der Prediger. Gott selber wähle aus, wen er in seinen Dienst beruft, und gebe den Kandidaten Gaben und Fähigkeiten. Außerdem sei deutlich, dass das Gebet die Priorität habe, auch wenn Ausbildung und Studium sehr wichtig seien: "Der Priester lebt aus dem Gebet, das ist die Grundlage", betonte der Bischof.

Mit ganzer Existenz

Die Kirche sei eine Glaubensgemeinschaft. Die Weihekandidaten werden den Glauben nicht nur mit Worten bezeugen, sondern mit ihrer ganzen Existenz. Auch die Ehelosigkeit der Priester sei nicht nur Teil der Askese, sondern Zeugnis für das Reich Gottes und Predigt mit Leib und Seele.

Vor der versammelten Gemeinde fragte Bischof Voderholzer die Weihekandidaten nach ihrer Bereitschaft, aus der Verbundenheit mit Christus zu leben und sein Evangelium in Wort und Beispiel zu verkünden. Dann weihte er sie, indem er ihnen die Hände auflegte. Anschließend wurden Karolczak und Popp mit ihren Gewändern eingekleidet. Der Bischof überreichte ihnen ein Evangeliar und umarmte sie.

Sehr feierlich war die musikalische Gestaltung. Steffen Kordmann begleitete mit feinsinnigem Orgelspiel nicht nur die Gemeindelieder, sondern auch den Kirchenchor, der mit schönem Ausdruck Valentin Rathgebers "Missa S. P. Benedicti" sang. Bis auf die Sopranistin Christina Scherer stammten die Solisten Maria Boßle (Alt), Holger Hermann (Tenor) und Dr. Walter Heinl (Bass) aus den Reihen des Chores. Ergänzt wurden die Sänger von einem kleinen Streichorchester und Trompeten.
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