Blitzschnell übern Tisch gezogen

Das sind die Sieger: Von links Florian Krös, Peter Spandl, Andreas Suttner, Wirtin Hermine Sperber und Organisator "Jimmy" Gebhardt.
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
22.02.2015
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Zwei kräftige Männer zerren an einem Stück Leder - so würde es vermutlich ein Norddeutscher beschreiben. In Sulzbach-Rosenberg weiß man natürlich um den Brauch des Fingerhakelns. So hat sich inzwischen die offene Stadtmeisterschaft der Mittelfinger-Athleten etabliert. Aber die Medaillenhoffnungen der USA zerplatzten.

Es ist nur eine schwarze Lederschlaufe, perfekt genäht und sehr widerstandsfähig. Doch sie stand den ganzen Abend im Mittelpunkt im Brauereigasthof Sperber. Eingebettet ins Bockbierfest, organisierte Thomas Gebhardt den Auftakt zur diesjährigen Meisterschaft, inzwischen die 6. dieser Art.

Bier für die Sieger

Acht starke Männer meldeten sich, es traten an Maurice Höllerer, Florian Krös, Andreas Suttner, Bernd Makitta, Ulli Schmalzl, der Musiker Peter Spandl und US-Bürger Matt Perdue, der schon oft teilgenommen hatte.

Es gab hochspannende Ausscheidungskämpfe, am Ende machten den Sieg Florian Krös und Peter Spandl unter sich aus - Krös gewann nach langer Anstrengung, Andreas Suttner landete auf Platz 3. Organisator "Jimmy" Gebhardt und Hermine Sperber gratulierten den erschöpften Kämpfern und richteten sie mit Bockbier- und Verzehrgutscheinen wieder auf.

"Fünf auf Kraut"

Zum Gelingen des Abends trug auch die hervorragende Musik bei: "Fünf auf Kraut" kommen aus der Straubinger Gegend und bieten altbayerische, alpenländische und böhmische Musik der feinsten Art. Peter an der Tuba, Stefan mit der Quetschn, die Trompeter Georg und Andreas sowie Daniel an der seltenen Bass-Trompete begeisterten den Saal bis in die frühen Morgenstunden mit ihren Stückln, Gesängen und markigen Trinksprüchen.

Der Herzog-Christian-August-Weißbierbock und der Stiber-Trunk, zwei Bockbiere der ober- und untergärigen Art, fanden regen Zuspruch an diesem Abend, die Küche tat das Ihrige dazu, und der Auftakt zur Stadtmeisterschaft kann durchaus als gelungen bezeichnet werden. Es werden sicher noch viele denkwürdige Abende folgen.
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