Brandschutzerzieher der Feuerwehr unterstützen Pädagogen - Fortbildung in Steiningloh
Wenn ein Notruf auf dem Lehrplan steht

Die Brandschutzerzieher aus dem Landkreis haben im Steiningloher Gemeinschaftshaus eine Fortbildung besucht (von links): Tobias Göbl (Lintach), Dieter Graf (Seugast), Kreisbrandrat Fredi Weiß, Jörg Berendes (Neukirchen), Kreisbrandmeister Ulrich Kraus, Thilo Freiherr von Hahnstein (Ensdorf), Markus Weinbeck, Manfred Krös (Sulzbach-Rosenberg) und Alexander Luber (Edelsfeld). Bild: u
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
26.11.2014
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"Brandschutzerziehung ist von zentraler Bedeutung und daher im Lehrplan der Grundschule - auch im neuen Lehrplan PLUS - fest verankert!", sagte Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, als er Vertretern des Landesfeuerwehrverbandes Bayern den neuen Materialordner "Alles über Feuer und Rauch" überreicht hatte. Dieser beinhaltet Arbeitsblätter und Materialien für den Heimat- und Sachunterricht (HSU).

An der Erarbeitung des Branderziehungs-Ordners hatten auch der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) und die Versicherungskammer Bayern mitgewirkt. Damit, aber auch mit der anvisierten Brandschutzerziehungsprüfung, beschäftigten sich intensiv Kreisbrandrat Fredi Weiß und die Brandschutzerzieher des Landkreises bei ihrer Fortbildung im Steiningloher Gemeinschaftshaus. Vor neun Jahren hatte der Kreisfeuerwehrverband den Fachbereich Brandschutzerziehung und -aufklärung gegründet.

Gefahren des Feuers

Seither besuchen die Aktiven Kindergärten und Schulen, um die dort Beschäftigten bei der Brandschutzerziehung zu unterstützen. Die Referenten der Fortbildung, Kreisbrandmeister Ulrich Kraus vom Bezirksfeuerwehrverband Oberpfalz und Markus Weinbeck von der Feuerwehr Regensburg, erläuterten, dass die Ordner in naher Zukunft an alle Grundschulen ausgeliefert werden. Die Lernmaterialien seien bestens geeignet, den Schülern noch gezielter den Nutzen, vor allem aber die Gefahren des Feuers zu vermitteln.

Wissen weitergeben

"Die Schüler beschreiben Voraussetzungen für den Verbrennungsvorgang und begründen daraus Löschmethoden", heißt es im HSU-Lehrplan der Jahrgangsstufen 3/4. Von den Erst- und Zweitklässlern verlange der Lehrplan die Kompetenz, "Gefahren im Umgang mit Feuer anhand konkreter Beispiele aus ihrem Alltag aufzuzeigen, die in der Schule getroffenen Brandschutzmaßnahmen zu beschreiben und sicherheitsbewusst im Umgang mit Feuer zu handeln". Im Ordner finden sich anhand vieler Fallbeispiele lebenswichtige Tipps für das Verhalten im Fall eines Brandes. Die Kinder lernen zum Beispiel, wie ein Notruf abgesetzt werden muss. Ulrich Kraus betonte, dass die Materialien auch in anderen Fächern eingesetzt werden könnten.

Kreisbrandrat Fredi Weiß zeigte sich überzeugt, dass die Brandschutzerzieher das Wissen optimal an die Schüler weitergeben werden.
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