Brauch des Mariensingens bleibt am Annaberg lebendig
Lob für Gottesmutter hilft Erdbebenopfern

Kaplan Franz Becher betete mit den Gläubigen in der Wallfahrtskirche St. Anna den Lobpreis Mariens. Für die Gestaltung sorgten die Lintacher Sänger (links) und Gruppen der Stamm-Trachtler. Bild: cox
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
20.05.2015
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Die Verehrung der Gottesmutter Maria hat eine sehr lange Tradition im Christentum. Bereits im zweiten Jahrhundert lassen sich erste Hinweise dieses Brauches finden, wovon etliche apokryphe Schriften aus dieser Zeit zeugen. Im 7. Jahrhundert entstanden die ersten Marienfeste und -gebete, wie beispielsweise das Ave Maria.

In der katholischen Kirche und den Ostkirchen kommt der Marienverehrung auch heute noch ein besonderer Stellenwert zu. Um diesen Brauch lebendig zu erhalten, lud die Pfarrgemeinde St. Marien Sulzbach sowie der Heimat- und Trachtenvereins Stamm zum Marien-Singen in die St. Anna-Wallfahrtskirche auf den Annaberg ein. Am Ende der Maiandacht spendeten die vielen Gläubigen knapp 450 Euro für die Erdbebenopfer in Nepal.

"Durch Maria erfahren wir das Geheimnis auch unseres Lebens", hieß es in einem Lobpreis Mariens, den Kaplan Franz Becher in der Wallfahrtskirche St. Anna mit den Anwesenden betete. Er begrüßte im Gotteshaus den Sulzbacher Zweigesang, die Sulzbacher Stubenmusi, das Duo Morgenschweis-Lommer sowie die Lintacher Sänger, die mit altbayerischen Liedern und Musikstücken die einstündige Andacht feierlich gestalteten.

Die besondere Wertschätzung der Gottesmutter drückte sich zum Beispiel in den Liedern "Sei gegrüßt du Zier der Frauen", "Lobpreis sei dir Maria" oder "Reinste Jungfrau, o betrachte" aus.
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