Breitband-Dialog der Handwerkskammer: Betriebe bestehen nur im Wettbewerb, wenn sie ausreichend ...
Auf der Datenautobahn den Anschluss nicht verlieren

Über den Stand der Breitbandversorgung in der Region sprachen (von links) stellvertretender Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt, Handwerkskammer-Präsident Dr. Georg Haber, Neumarkts Landrat Willibald Gailler, Kreishandwerksmeister Gerhard Ulm, die Leiter der Vermessungsämter Neumarkt und Amberg, Karlheinz Zweckerl und Kurt Beyerlein, sowie Handwerkskammer-Referent Christian Stachel. Bild: hfz
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
13.10.2015
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Handwerker und Vertreter der Politik aus Neumarkt und Amberg-Sulzbach haben sich getroffen, um über das aktuelle Breitband-Förderprogramm der bayerischen Staatsregierung zu sprechen. Zum Breitband-Dialog hatten die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, die Kreishandwerkerschaften in Kooperation mit den Ämtern für Digitalisierung, Breitband und Vermessung eingeladen.

Im Fokus standen die Anforderungen der Betriebe an ein schnelles Internet. Handwerkskammerpräsident Dr. Georg Haber betonte, Betriebe könnten nur im Wettbewerb bestehen, wenn sie ausreichend mit schnellem Internet versorgt seien. Bei allem Erfolg des Förderprogramms komme es beim Ausbau der Breitbandnetze nicht nur auf die Schnelligkeit, sondern auch auf die Zukunftsfähigkeit an.

Schon jetzt nutzten viele Unternehmen, beispielsweise aus dem Baugewerbe, digitale Technik, um ihre Arbeit zu verbessern. "Das zentrale Anliegen der Kammern ist es, eine flächendeckende und zukunftsfähige Versorgung mit Breitbandanschlüssen unter Berücksichtigung des lokalen Gewerbes sicherzustellen."

Die Handwerkskammer hat laut einer Pressemitteilung im vergangenen Jahr die SBR-net Consulting AG mit einer Studie zum Breitbandausbau aus Sicht des Handwerks beauftragt. Deren wichtigste Ergebnisse stellte Christian Stachel, Referent für die Bereiche Statistik, Interessensvertretung und Volkswirtschaft bei der Kammer, vor.

Laut Umfrage klage jeder zehnte Handwerker über zu langsame Internetanschlüsse, jeder fünfte fühle sich dadurch nicht für die Zukunft gerüstet. Wichtig sei für Gewerbetreibende neben einer hohen Download- auch eine sehr gute Upload-Geschwindigkeit. "Druckereien müssen große Layout-Daten transportieren. Es gibt Betriebe, die das nachts tun müssen, um das Tagesgeschäft nicht zu blockieren."

Die Leiter der Ämter für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, Karlheinz Zweckerl aus Neumarkt und Kurt Beyerlein aus Amberg, erklärten, dass für die Kommunen eine maximale Fördersumme von 950 000 Euro möglich sei. Das 1,5 Milliarden schwere Breitband-Förderprogramm laufe noch bis 2018. Den aktuellen Stand des Ausbaus könne man im Internet (www.schnelles-internet-in-bayern.de) einsehen. Für Kurt Beyerlein macht es durchaus Sinn, sich bei den Gemeinden einzubringen. Bereits im Ausbau aktive Kommunen hätten die Möglichkeit, erneut ins Förderverfahren zu gehen und weitere Lücken zu schließen. "Das Ziel ist es, jede Wohnung und jedes Haus mit Glasfaser zu versorgen", sagte sein Kollege Karlheinz Zweckerl. Der Landkreis Amberg-Sulzbach profitiere von 23 Millionen Euro Förderung, Neumarkt von 15,8 Millionen. Kreishandwerksmeister Gerhard Ulm verglich den Breitbandausbau mit der Ausbildung junger Leute. "Wir dürfen keinesfalls den Anschluss verlieren", mahnte er.
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