Breitenbrunner Kirwa mit rekordverdächtigen Temperaturen
Alles dreht sich um den Baum

Saubere Arbeit: Unter Anleitung von Zimmerermeister Thomas Mutzbauer (vorn links) wuchteten die Mannsbilder den 31-Meter-Lackl senkrecht. Bild: rlö
Lokales
Sulzbach-Rosenberg
30.08.2015
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(rlö) Eine gute oberpfälzische Kirwa ist eine Frage des richtigen Drehmoments: Die Breitenbrunner jedenfalls hatten am Wochenende den "Dreh raus". Während droben in der "Alm" des Mutzbauer'schen Wirtsgartens die "Köichl-Weiwa" ihre "Doag-Loiberl" gleichmäßig rund herdrehten, auf dass das schmalzbachene Kirwagebäck gelinge, übten sich einige Boum und Moila im Kirwa-Stodl noch bei einer letzten Spontan-Tanzprobe im Drehschwung. Und dann drehte sich alles nur noch um den "Baam".

Den 31-Meter-Kerl hatten die Boum und etliche der alten Kirwahasen am Morgen im Wald des Kirschner-Bauern gekonnt niedergelegt. Dass das nur einen Steinwurf weit vom Festplatz weg passierte, ersparte Zeit und die Risiken des Transports durch unwegsames Terrain. Zeit nahmen sich die Mannsbilder dann auch großzügig, als es daran ging, das Kirwa-Wahrzeichen, kerzengrad' gewachsen, in die Senkrechte zu wuchten. Das Kommando dabei gab heuer erstmals der "eingeborene" Zimmerermeister Thomas Mutzbauer.

Echter Kraftakt

Beobachtet von schaulustigen Kirwafans, die sich im Biergarten das erste Bratl schmecken ließen, ging der Kraftakt ohne weitere Probleme über die Bühne, wie denn überhaupt die Broinbrunner Kirwaleit' heuer offenbar von Attentatsversuchen aus angrenzendem "Feindgebiet" verschont blieben. Nach einem gelungenen Kirwaauftakt, der die Gäste in Scharen anlockte, hatten die Moila und Boum mit ihrem "Häuptling" Sebastian Sörgel die ganze lange Nacht über ein "Argusauge" auf ihr Wahrzeichen. Es traute sich niemand her ...

Wie es in Breitenbrunn gute Tradition ist, sammelten sich am Sonntag Vormittag die Kirchgänger aus dem Rosenberger "Dorf" und dem Tal der sieben Quellen zum Freiluft-Gottesdienst mit Pfarrer Klaus Iberius und dem CVJM-Posaunenchor auf dem Festplatz. Über die Mittagszeit rüsteten sich die Kirwaboum und Moila dann so langsam für den Höhepunkt des Festes, das Baumaustanzen.

Währenddessen zeigte sich andernorts, dass so eine Kirchweih auch Schwerarbeit bedeuten kann. Davon konnten nicht nur die Expertinnen rund um den dampfenden Köichl-Schmalzhafen ein Lied singen, sondern auch die Mann- und Frauschaft um Birgit und Kuni Mutzbauer, die in der Küche, an den Zapfhähnen, am Bratwurst-Stand und beim Bedienen kaum Zeit zum Verschnaufen fanden.

Heute Nachkirwa

Bei hochsommerlichen Temperaturen - wohl für heuer zum letzten Mal - riss der Besucherstrom zur Broinbrunner Kirwa über die Festtage kaum ab, wie es sich auch am heutigen Kirwa-Montag mit der Kapelle "Sixxpäck" noch einmal beweisen wird. Wo ließe sich dieses große Finale eines herrlichen Sommers auch schöner feiern, als bei einer frischen Maß und einem guten Essen unter Kirwa-Freunden?
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